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Manila

Fast 750 Tonnen Müll aus Wasserkanal in Parañaque entfernt – frühere Räumaktionen hatten durchaus Wirkung

MANILA – Die Metropolitan Manila Development Authority (MMDA) hat innerhalb weniger Tage fast 750 Tonnen Müll und Treibgut aus dem Redemptorist Water Channel in Parañaque City entfernt. – klajoo.com – Die Menge entspricht nach Angaben der Behörde ungefähr 203 Lkw-Ladungen.

Die Bilder der vollständig mit Abfällen bedeckten Wasseroberfläche wirken wie der Beleg dafür, dass frühere Reinigungsprogramme kaum etwas gebracht hätten. Ganz so einfach ist die Lage jedoch nicht. In Metro Manila wurden in den vergangenen Monaten erhebliche Mengen Schlamm und Abfall aus Flüssen, Bächen und Entwässerungssystemen entfernt, und an einzelnen bekannten Überschwemmungspunkten meldeten die Behörden tatsächlich Verbesserungen.

Beschädigte Müllsperre ließ neue Abfälle in den Kanal

Nach Angaben der MMDA sammelten die Einsatzkräfte seit dem 10. August 748,87 Tonnen Abfall und Treibgut aus dem Redemptorist Water Channel. Der größte Teil sei inzwischen entfernt.

Für die extreme Ansammlung gibt es eine konkrete Erklärung. Eine Müllsperre am Wasserweg wurde während der starken Monsunregenfälle beschädigt. In Verbindung mit Hochwasser und Flut konnte dadurch Müll aus Richtung Manila Bay in den Kanal gedrückt werden.

Parañaques Bürgermeister Edwin Olivarez betonte deshalb, dass ein großer Teil des Abfalls nicht unmittelbar aus der Stadt selbst stamme. Das ändert nichts am Müllproblem, erklärt aber, warum ein zuvor geräumter Wasserweg innerhalb kurzer Zeit wieder nahezu vollständig blockiert werden kann.

Schon vor dem aktuellen Habagat wurden große Mengen entfernt

Parañaque gehört seit längerem zu den Schwerpunkten der Räum- und Entschlammungsarbeiten. San Miguel Corporation berichtete Ende Januar 2026, im Rahmen eigener Hochwasserschutzarbeiten und von Oplan Kontra-Baha bereits mehr als 330.000 Tonnen Schlamm und Abfälle aus dem Flusssystem von Parañaque entfernt zu haben.

Diese Zahl ist mit den jetzt gemeldeten fast 750 Tonnen nicht direkt vergleichbar. Die 330.000 Tonnen bestanden zu einem erheblichen Teil aus Sedimenten und ausgebaggertem Material und wurden über einen langen Zeitraum aus mehreren Kilometern Wasserwegen entfernt. Bei den aktuellen Bildern steht dagegen schwimmender Müll und Treibgut in einem einzelnen Kanal im Vordergrund.

Der Vergleich zeigt aber, welche Größenordnung die dauerhafte Freihaltung der Wasserwege inzwischen angenommen hat.

Oplan Kontra-Baha sollte Wasserwege bis zur Regenzeit wieder leistungsfähig machen

Präsident Ferdinand Marcos Jr. startete Oplan Kontra-Baha im November 2025 in Parañaque. Das Programm umfasst nach Regierungsangaben 142,4 Kilometer Flüsse, Bäche und Esteros sowie 333,15 Kilometer Entwässerungssysteme in Metro Manila.

Ziel war nicht nur die Beseitigung sichtbaren Mülls. Wasserwege sollten entschlammt, Abflüsse freigeräumt und Pumpstationen überprüft oder verbessert werden. Die Regierung verwies damals auf Berechnungen, nach denen Überschwemmungen bei vollständig wiederhergestellter Abflusskapazität deutlich reduziert werden könnten.

Schon bei der Vorstellung des Programms sagte Marcos allerdings ausdrücklich, dass eine einmalige Großreinigung nicht reicht. Entschlammung und Müllbeseitigung müssten anschließend dauerhaft fortgesetzt werden, weil sich neues Material immer wieder ansammelt.

An einigen Stellen gab es messbare Verbesserungen

Ende Juli meldete die Regierung, dass mehrere traditionell überschwemmungsanfällige Straßen in Metro Manila trotz starken Regens wenig oder gar kein Hochwasser aufgewiesen hätten. Genannt wurden unter anderem Abschnitte der G. Araneta Avenue in Quezon City, der Bonifacio Drive in Manila und der Taft Avenue.

Die Regierung führte das auf neue Entwässerungsanlagen, Baggerarbeiten und modernisierte Pumpstationen zurück. Solche Eigenangaben sind noch kein Beweis dafür, dass Oplan Kontra-Baha das Hochwasserproblem Metro Manilas insgesamt gelöst hat. Sie zeigen aber, dass gezielte Eingriffe an einzelnen bekannten Engstellen funktionieren können.

Der aktuelle Müllberg zeigt die Schwachstelle solcher Erfolge

Der Redemptorist Water Channel macht zugleich deutlich, wie schnell sich ein technischer Erfolg wieder umkehren kann. Wenn eine Müllsperre ausfällt und bei Starkregen gleichzeitig große Abfallmengen aus Bucht, Flüssen und Straßenabflüssen in einen Kanal gelangen, kann dessen Wasserführung innerhalb kurzer Zeit erneut beeinträchtigt werden.

Hochwasserschutz in Metro Manila besteht deshalb aus mehreren Ebenen: größere und freie Wasserwege, funktionierende Pumpstationen, intakte Müllsperren, regelmäßige Wartung – und eine Abfallentsorgung, die verhindert, dass große Mengen Plastik und anderer Müll überhaupt in das Gewässersystem gelangen.

Die mehr als 200 Lkw-Ladungen aus Parañaque sind damit nicht der Beweis, dass frühere Räumaktionen nutzlos waren. Sie sind eher ein drastischer Hinweis darauf, dass deren Wirkung ohne permanente Wartung und wirksame Müllkontrolle schnell wieder verloren gehen kann. – RM

Quellen:

  • OneNews.PH: 750 Tons Of Garbage Hauled From Waterway
  • San Miguel Corporation: NAIA flood mitigation, Oplan Kontra-Baha efforts: SMC removes over 330,000 tons of silt and wastes from Parañaque rivers
  • Philippine Information Agency: PBBM launches Oplan Kontra Baha expected to reduce flooding by 60% next year
  • Philippine Information Agency: PBBM’s Oplan Kontra-Baha keeps key Metro Manila roads flood-free after heavy rains

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