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Manila

Global Witness dokumentiert zwölf getötete Umwelt- und Landrechtsverteidiger auf den Philippinen

MANILA – Die Organisation Global Witness hat für das Jahr 2025 auf den Philippinen zwölf getötete Land- und Umweltschützer dokumentiert. – klajoo.com -Damit verzeichnete das Land nach der Auswertung den höchsten dokumentierten Wert in Asien und zugleich den höchsten außerhalb Lateinamerikas. Weltweit wurden mindestens 124 Tötungen registriert.

Global Witness führt die Philippinen gemeinsam mit Honduras mit jeweils zwölf dokumentierten Fällen hinter Kolumbien mit 39 und Brasilien mit 26 Tötungen. Die Organisation weist allerdings ausdrücklich darauf hin, dass ihre Zahlen keine vollständige Erfassung aller tatsächlichen Fälle darstellen. Bedrohungen, fehlende Meldungen, eingeschränkter Zugang zu Informationen und die schwierige Verifizierung in abgelegenen Regionen können zu Untererfassung führen.

Nach der detaillierteren Philippinen-Auswertung identifizierte Global Witness in fünf der zwölf Fälle eine mutmaßliche Beteiligung philippinischer Militärangehöriger. Die Organisation verweist zugleich auf anhaltende Konflikte um Land, Rohstoffe und Entwicklungsprojekte sowie auf sogenanntes Red-Tagging, bei dem Aktivisten öffentlich mit kommunistischen oder terroristischen Gruppen in Verbindung gebracht werden. Diese Angaben sind Bewertungen und Dokumentationen von Global Witness und beteiligten Menschenrechtsgruppen; sie ersetzen keine strafrechtliche Feststellung in einzelnen Fällen.

International zeigte sich 2025 erneut eine starke Konzentration der tödlichen Angriffe auf Landkonflikte. Mehr als die Hälfte der von Global Witness dokumentierten Tötungen stand nach Angaben der Organisation mit Streit um Land in Verbindung. Bergbau und andere Rohstoffprojekte, Holzeinschlag und Agrarinteressen wurden ebenfalls als wiederkehrende Konfliktfelder genannt.

Für die Philippinen ist die neue Zahl deshalb nicht nur ein jährlicher Ranglistenwert. Sie fügt sich in eine längerfristige Entwicklung, in der Konflikte um Landrechte, Bergbau, Landwirtschaft, Energie- und Infrastrukturprojekte immer wieder mit Einschüchterung, Strafverfahren und Gewalt gegen lokale Aktivisten verbunden werden. Entscheidend bleibt, welche der dokumentierten Fälle aufgeklärt werden und ob Verantwortliche tatsächlich strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden. – RM

Quellen:

  • Global Witness – At least 124 land and environmental defenders killed globally in 2025
  • Global Witness – Collective power: The struggle for protection for land and environmental defenders
  • Global Witness – Documenting killings and disappearances of defenders: Methodology

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