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Zambales-Dredging: MGB weist Inselbau-Vorwurf zurück – Fragen zur chinesischen Beteiligung bleiben

LUZON – Das Mines and Geosciences Bureau (MGB) in Central Luzon weist Behauptungen zurück, wonach chinesische Unternehmen in Zambales Sand ausbaggern, um damit künstliche Inseln in der West Philippine Sea zu bauen. – klajoo.com – Regionaldirektor Glenn Noble erklärte bei der Haushaltsanhörung des Department of Environment and Natural Resources im Repräsentantenhaus, für eine solche Verwendung gebe es nach dem Kenntnisstand seiner Behörde keine Belege.

Nach Nobles Darstellung wird Material aus den dortigen Dredging-Projekten unter anderem für das Flughafenprojekt in Bulacan und für Projekte im Raum Manila Bay verwendet. Damit ist der konkrete Vorwurf einer direkten Lieferkette von Zambales zu chinesischen Inselbauprojekten nicht belegt.

Das Dementi beantwortet aber nicht alle Fragen

Aus der Aussage des MGB folgt nicht, dass chinesische Unternehmen bei philippinischen Dredging- und Sandtransportprojekten keine Rolle spielen. Genau hier muss zwischen mehreren Fragen unterschieden werden: Wer besitzt die Genehmigung? Wer führt die Baggerarbeiten aus? Wer transportiert das Material? Wer kauft es – und wo landet es tatsächlich?

Eine umfangreiche Untersuchung des Philippine Center for Investigative Journalism (PCIJ) dokumentierte 2026 eine starke Beteiligung der staatlich chinesisch kontrollierten China Harbour Engineering Company (CHEC) am Transport von ausgebaggertem Material. Von 98 untersuchten Schiffen, die landesweit Dredging-Sand transportierten, wurden nach der PCIJ-Auswertung 60 von CHEC betrieben.

Zambales steht schon länger unter Beobachtung

Die Diskussion um Zambales begann nicht mit dem aktuellen Dementi. Im Repräsentantenhaus liegen Resolutionen vor, die eine Untersuchung großflächiger Dredging- und Sandgewinnungsaktivitäten in San Felipe und anderen Küstengebieten verlangen. Dabei sollen ausdrücklich die Beteiligung und mögliche Verantwortung ausländischer Auftragnehmer einschließlich CHEC untersucht werden.

Umweltgruppen und Fischer werfen den Projekten vor, Küstenerosion zu verschärfen, traditionelle Fanggebiete zu beeinträchtigen und unter dem Etikett von Flussrestaurierung oder Hochwasserschutz faktisch große Mengen verwertbaren Sandes zu fördern. Diese Vorwürfe sind Gegenstand politischer und regulatorischer Prüfungen; sie sind nicht mit einem bereits festgestellten Rechtsverstoß gleichzusetzen.

Der entscheidende Unterschied: Beteiligung ist nicht gleich Inselbau

Damit stehen zwei Aussagen nebeneinander, die sich nicht zwingend widersprechen. Erstens ist eine chinesische Beteiligung an Teilen der Dredging- und Transportwirtschaft dokumentiert. Zweitens fehlt bislang ein belastbarer Nachweis dafür, dass der konkret in Zambales ausgebaggerte Sand für chinesische künstliche Inseln im West Philippine Sea verwendet wird.

Gerade diese Trennung ist für die Bewertung wichtig. Chinesische Schiffe oder Unternehmen in der Lieferkette sind ein legitimer Gegenstand von Umwelt-, Eigentums-, Sicherheits- und Transparenzfragen. Sie reichen für sich allein aber nicht als Beweis dafür, dass Material für militärisch oder geopolitisch sensible Inselbauprojekte Chinas geliefert wurde.

Tracking der Sandströme bleibt die entscheidende Kontrollfrage

Nach den bestehenden Regeln sollen Transportgenehmigungen dokumentieren, wo ausgebaggertes Material herkommt, wohin es transportiert wird, wer Käufer ist und welche Menge bewegt wird. Genau diese Dokumentation wäre die belastbarste Grundlage, um die widersprüchlichen Behauptungen zu überprüfen.

Für Zambales ist deshalb weniger die Frage interessant, ob eine Seite ein Dementi oder einen Verdacht formuliert. Entscheidend ist, ob Behörden die vollständigen Genehmigungs-, Transport- und Empfängerdaten offenlegen können. Erst daraus lässt sich nachvollziehen, welche Unternehmen tatsächlich beteiligt sind und wohin Millionen Kubikmeter Sand gelangen. – RM

Quellen:

  • House of Representatives – DENR Budget Briefing/Hearing, 26. August 2026
  • House of Representatives – House Resolution No. 424 on Zambales dredging and foreign contractors
  • Philippine Center for Investigative Journalism – River dredging has replaced sand mining but Chinese firms are still involved
  • Philippine News Agency – De Lima urges probe into alleged Chinese dredging in Zambales
  • House of Representatives – House panel reviews DENR budget for 2027

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