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Luzon

Nach Überschwemmungen: Doxycyclin wird im ersten Distrikt von Pampanga über Gesundheitszentren bereitgestellt

ANGELES CITY – Im ersten Distrikt der Provinz Pampanga soll Doxycyclin über die örtlichen Rural Health Units (RHU) für Menschen bereitgestellt werden, die nach Kontakt mit Hochwasser ein erhöhtes Leptospirose-Risiko haben. – klajoo.com – Die Bestände stammen vom Department of Health (DOH) und werden über das Büro des Kongressabgeordneten Carmelo „Pogi“ Lazatin Jr. an die Gesundheitszentren weitergegeben. Weitere Medikamente für betroffene Einwohner habe Lazatin nach Angaben seines Büros selbst gespendet.

Die Maßnahme ist vor allem deshalb praktisch relevant, weil Doxycyclin nicht einfach frei an Einwohner ausgegeben werden soll. Die RHUs dürfen das Antibiotikum nach Angaben von Lazatins Büro nur nach medizinischer Beurteilung und gegen ärztliche Verordnung abgeben. Damit soll verhindert werden, dass Bewohner das Medikament ohne Prüfung ihres individuellen Risikos einnehmen.

Nach Hochwasserkontakt nicht auf Symptome warten

Leptospirose wird durch Leptospira-Bakterien verursacht. Menschen können sich unter anderem infizieren, wenn Wasser oder feuchter Boden mit dem Urin infizierter Tiere verunreinigt ist und die Erreger über kleine Hautverletzungen oder Schleimhäute in den Körper gelangen. Nach Überschwemmungen steigt das Risiko deshalb besonders für Menschen, die durch Flutwasser waten müssen.

Das DOH empfiehlt Personen, die Hochwasser oder Schlamm ausgesetzt waren, innerhalb von 24 bis 48 Stunden eine Gesundheitsstation oder einen Arzt aufzusuchen – auch dann, wenn noch keine Beschwerden aufgetreten sind. Dort soll das individuelle Risiko beurteilt und entschieden werden, ob eine vorbeugende Behandlung mit Doxycyclin sinnvoll ist. Das Antibiotikum ist damit keine allgemeine Selbstmedikation nach jedem Kontakt mit Hochwasser.

Bei Beschwerden wie Fieber, Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Muskel- oder Beinschmerzen sowie geröteten Augen sollte nach Hochwasserkontakt umgehend medizinische Hilfe gesucht werden. Schwere Leptospirose kann unter anderem Nieren und Leber schädigen und eine Behandlung im Krankenhaus erforderlich machen.

Central Luzon gehört derzeit zu den Schwerpunkten

Die lokale Verteilung in Pampanga erfolgt vor dem Hintergrund einer zuletzt wieder steigenden Zahl von Leptospirosefällen. Nach Angaben des DOH waren landesweit bis zum 22. August 4.285 Fälle registriert. Das waren zwar 37 Prozent weniger als die 6.839 Fälle im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Zwischen dem 26. Juli und 8. August wurden jedoch 495 Fälle gemeldet – 29 Prozent mehr als in den zwei Wochen davor.

Zu den Regionen mit den höchsten Fallkonzentrationen gehören neben Metro Manila und Cagayan Valley auch Central Luzon und damit die Region, zu der Pampanga gehört. Das DOH hatte bereits 3,1 Millionen Doxycyclin-Kapseln beim Zentralbüro und den 17 regionalen Gesundheitszentren positioniert, damit Krankenhäuser und lokale Verwaltungen bei Bedarf darauf zugreifen können.

Für Einwohner des ersten Distrikts von Pampanga ist deshalb vor allem der Zugangsweg wichtig: Nach einem relevanten Hochwasserkontakt zunächst RHU oder Arzt aufsuchen, Risiko beurteilen lassen und Doxycyclin nur dann einnehmen, wenn es medizinisch empfohlen beziehungsweise verordnet wird. – RM

Quellen:

  • SunStar Pampanga – Solon to distribute leptospirosis meds
  • Philippine News Agency – DOH readies facilities, referral system as leptospirosis cases rise
  • Philippine Information Agency / DOH – DOH handa at may sapat na supply ng gamot ngayong tag-ulan

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