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Luzon

Unwetterschäden in der Landwirtschaft steigen auf 1,79 Milliarden Peso – Bauernverband warnt vor vorschnellen Importen

LUZON – Die Schäden in Landwirtschaft und Fischerei durch die jüngsten Unwetter sind erneut deutlich gestiegen. – klajoo.com – Nach Angaben des Department of Agriculture (DA) belaufen sich die bislang erfassten Schäden durch die Tropenstürme Luis, Maymay und Neneng sowie den verstärkten Südwestmonsun inzwischen auf rund 1,79 Milliarden Peso.

Betroffen sind demnach 51.229 Landwirte und Fischer in acht Regionen. Rund 41.647 Hektar landwirtschaftlicher Fläche wurden in unterschiedlichem Ausmaß geschädigt; die erfassten Produktionsverluste liegen bei 44.745 Tonnen. Die Schadensbewertung ist weiterhin vorläufig, weil Meldungen aus betroffenen Gebieten noch geprüft werden.

Noch wenige Tage zuvor hatte das DA Schäden von rund 1,42 Milliarden Peso gemeldet. Damit sind innerhalb kurzer Zeit weitere rund 370 Millionen Peso hinzugekommen. Solche Sprünge bedeuten nicht zwingend, dass sämtliche zusätzlichen Schäden erst nach der vorherigen Meldung entstanden sind: Bei großflächigen Unwettern werden Verluste häufig erst nach und nach erfasst und validiert.

Sinkende Erzeugerpreise trotz höherer Verbraucherpreise

Der Bauernverband Samahang Industriya ng Agrikultura (SINAG) fordert, die Wiederherstellung der lokalen Produktion zum Mittelpunkt der staatlichen Reaktion zu machen. Geschäftsführer Jayson Cainglet warnt davor, kurzfristige Versorgungslücken reflexartig mit zusätzlichen Importen zu beantworten. Stattdessen sollten Saatgut, Dünger, Jungfische und andere Betriebsmittel schnell an betroffene Produzenten verteilt werden.

Besonders bemerkenswert ist ein zweiter Punkt der Kritik: Nach Angaben von SINAG sinken bei mehreren Agrarprodukten die Erzeugerpreise, während Verbraucher im Einzelhandel gleichzeitig höhere Preise zahlen. Der Verband fordert deshalb eine stärkere Kontrolle von Handelsmargen, Marktkonzentration, Hortung und spekulativem Handel.

Damit geht die aktuelle Debatte über reine Katastrophenhilfe hinaus. Zusätzliche Importe können kurzfristig Verbraucherpreise dämpfen, zugleich aber den Preisdruck auf Bauern erhöhen, die nach Ernteausfällen gerade Kapital für eine neue Produktion benötigen. Entscheidend ist deshalb nicht nur, wie viel Ware insgesamt verfügbar ist, sondern auch, ob lokale Produzenten die nächste Anbau- oder Produktionsrunde finanzieren können. – RM

Quellen:

  • The Philippine Star – Farm group urges priority support for local producers
  • Philippine News Agency – Gov’t sends P1-B aid, shelters 52K evacuees affected by storms – OCD
  • BusinessMirror – Fisheries, farm damage from storms, monsoon now at P1.4B

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