Startseite » Dinagat Islands ruft wegen schwerer Wasserkrise Katastrophenzustand aus
Mindanao

Dinagat Islands ruft wegen schwerer Wasserkrise Katastrophenzustand aus

MINDANAO – Die gesamte Provinz Dinagat Islands steht wegen einer schweren Wasserknappheit unter Katastrophenzustand. – klajoo.com – Das Provinzparlament hat die entsprechende Resolution nach Empfehlung des Provincial Disaster Risk Reduction and Management Council beschlossen. Mindestens rund 18.080 Menschen – etwa 15 Prozent der Bevölkerung – sind bereits betroffen oder gelten als unmittelbar gefährdet.

Nach den zusammengeführten Berichten der Provinz und der Kommunen haben anhaltend trockene Bedingungen die Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit von Trink- und Brauchwasser deutlich verringert. Besonders anfällig sind Gemeinden, deren Versorgung von regenabhängigen Quellen, flachem Grundwasser und kleinen Speichern abhängt.

In mehreren Gebieten läuft bereits eine Wasserrationierung. Die Provinz prüft zusätzliche Brunnenbohrungen mit solarbetriebenen Pumpen. Außerdem stehen drei zuvor angeschaffte Umkehr-Osmoseanlagen zur Verfügung, mit denen Meerwasser nach entsprechender Aufbereitung nutzbar gemacht werden könnte.

Der Katastrophenzustand ist dabei mehr als eine politische Warnung. Er erleichtert den Kommunen und Barangays den Zugriff auf ihre Quick Response Funds und damit die Finanzierung unmittelbarer Notmaßnahmen. Zugleich kann die Provinz schneller zusätzliche Unterstützung nationaler Behörden anfordern.

Die Wasserknappheit beschränkt sich nicht auf Dinagat Islands. Auch im benachbarten Butuan City ist die verfügbare Wassermenge nach Angaben des dortigen Wasserversorgers auf 41,89 Millionen Liter täglich gefallen. Normal wären rund 55 Millionen Liter. In mehreren Barangays wird deshalb Wasser mit Tankwagen verteilt.

Das macht die Entwicklung auch über Dinagat hinaus relevant. Während auf den Philippinen Hochwasser und Starkregen regelmäßig große Schäden verursachen, kann dieselbe Region wenige Monate später mit einem erheblichen Wassermangel konfrontiert sein. Entscheidend ist nicht allein die jährliche Regenmenge, sondern ob ausreichend Speicher, belastbare Grundwasserquellen und widerstandsfähige Verteilnetze vorhanden sind.

Für Dinagat wird nun wichtig, wie lange die Rationierung notwendig bleibt und ob die kurzfristigen Maßnahmen tatsächlich zusätzliche verlässliche Wasserquellen erschließen. Auch mögliche Folgen für Landwirtschaft, Fischerei, Hygiene und Lebensmittelversorgung müssen beobachtet werden. Der Katastrophenzustand schafft dafür finanzielle Handlungsmöglichkeiten – er löst die strukturelle Wasserknappheit aber noch nicht. – RM

Quellen:

  • Provincial Government of Dinagat Islands – Governor Demerey: Early interventions being prepared to address water crisis in Dinagat Islands
  • Philippine News Agency – 15% of population at risk as Dinagat declares state of calamity
  • Philippine News Agency – Water rationing underway in Butuan, Dinagat as dry spell hits supply

Add Comment

Click here to post a comment