CAGAYAN DE ORO – Das Department of Migrant Workers (DMW) hat in Northern Mindanao das Programm „Kabalikat“ gestartet. Es soll Kommunen, lizenzierte Vermittlungsagenturen und Organisationen für Migranten enger zusammenbringen. – klajoo.com – Der praktisch interessanteste Teil betrifft jedoch den Kampf gegen illegale Arbeitsvermittlung über soziale Netzwerke.
DMW Assistant Secretary Jerome Alcantara erklärte beim Start in Cagayan de Oro, die Behörde habe eine Vereinbarung mit Facebook und TikTok. Wenn das DMW Informationen über illegale Rekrutierungsaktivitäten erhalte und die Plattformen darüber informiere, sollten entsprechende Angebote entfernt werden.
Diese Aussage ist für Arbeitssuchende relevant, weil betrügerische Auslandsangebote seit Jahren besonders häufig über Facebook-Seiten, Messenger-Kontakte und andere soziale Netzwerke verbreitet werden. Täter verwenden dabei teilweise Namen realer Vermittlungsagenturen, kopieren deren Logos oder werben mit Stellen, für die gar kein genehmigter Job Order besteht.
Noch keine öffentlichen Details zum Löschverfahren
Wie die Zusammenarbeit mit Facebook und TikTok technisch und organisatorisch funktioniert, ist bislang jedoch nicht im Detail veröffentlicht. Aus der aktuellen DMW-Aussage geht nicht hervor, welche Nachweise für eine Löschung erforderlich sind, wie schnell Plattformen reagieren müssen oder ob es feste Ansprechpartner und Bearbeitungsfristen gibt.
Auch eine eigenständige öffentliche Bestätigung der beiden Plattformbetreiber zu dieser konkreten Vereinbarung liegt derzeit nicht vor. Die Aussage sollte deshalb als Mitteilung des DMW verstanden werden und nicht als Nachweis dafür, dass jedes gemeldete Angebot automatisch oder sofort verschwindet.
Das DMW hat seine Kontrolle sozialer Medien bereits zuvor verstärkt. Lizenzierte Recruitment- und Manning-Agenturen müssen offizielle Social-Media-Konten zur Überprüfung und Überwachung melden. Die Behörde warnt außerdem regelmäßig davor, Gebühren oder persönliche Dokumente an Vermittler zu schicken, bevor Agentur und Stellenangebot verifiziert wurden.
Kabalikat geht über das Löschen von Anzeigen hinaus
Das neue Regionalprogramm soll nach DMW-Angaben sichere, faire und ethische Rekrutierung fördern, Anti-Illegal-Recruitment-Kampagnen verstärken und direkte Hilfe sowie Reintegrationsangebote für Overseas Filipino Workers und ihre Familien bündeln.
Für Northern Mindanao kann die stärkere Einbindung der Kommunen wichtig sein. Viele Betrugsfälle beginnen nicht bei einer offiziell registrierten Agentur, sondern bei persönlichen Kontakten oder Online-Angeboten, die den Eindruck einer direkten Auslandsvermittlung erwecken. Lokale Anlaufstellen können Hinweise früher aufnehmen und Betroffene an die zuständigen DMW-Stellen weiterleiten.
Für Bewerber bleibt eigene Überprüfung notwendig
Auch mit einem schnelleren Löschverfahren bleibt die wichtigste Schutzmaßnahme bestehen: Bewerber sollten prüfen, ob eine Vermittlungsagentur beim DMW lizenziert ist und ob für die angebotene Stelle ein genehmigter Job Order vorliegt. Ein professionell gestalteter Facebook- oder TikTok-Auftritt ist kein Nachweis für eine legale Vermittlung.
Für die weitere Bewertung von Kabalikat wird interessant sein, ob das DMW später Zahlen veröffentlicht: wie viele Online-Angebote gemeldet wurden, wie viele davon tatsächlich entfernt wurden, wie schnell die Plattformen reagierten und ob daraus Ermittlungen oder Verfahren gegen illegale Vermittler entstanden sind. – RM
Quellen:
- Philippine News Agency – DMW launches ‘Kabalikat’ program in N. Mindanao
- Department of Migrant Workers – Official website / verification and anti-illegal recruitment resources
- Department of Migrant Workers / POEA Archive – Beware of fake jobs posted on Facebook







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