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Manila

Erneut Dutzende Ausländer bei mutmaßlichem Betrugsbetrieb festgenommen

MANILA – Die philippinische Einwanderungsbehörde Bureau of Immigration (BI) hat am 12. Oktober bei einem Einsatz in Quezon City 76 ausländische Staatsangehörige festgenommen. – klajoo.com – Die Razzia richtete sich gegen einen mutmaßlich illegalen Betrieb, der nach Behördenangaben Onlinebetrug betrieben haben soll und Verbindungen zum früheren Geschäftsmodell der Philippine Offshore Gaming Operators (POGO) aufweisen könnte.

Der Einsatz fand im Barangay Socorro im Stadtteil Cubao statt. Nach ersten Identifizierungen befanden sich unter den Festgenommenen 74 chinesische und zwei myanmarische Staatsangehörige. Die Beamten handelten nach Angaben des BI auf Grundlage einer behördlichen Einsatzanordnung und arbeiteten mit den Streitkräften zusammen. Die Betroffenen sollen nun auf ausländerrechtliche Verstöße überprüft werden. Über eine Abschiebung oder ein Einreiseverbot muss jeweils nach den geltenden Verfahren entschieden werden.

Die Aktion folgt auf einen weiteren größeren Einsatz Anfang Oktober, bei dem in Zamboanga Sibugay 244 ausländische Staatsangehörige festgenommen worden waren. Innerhalb weniger Wochen wurden damit bei zwei öffentlich gemeldeten Aktionen insgesamt 320 Personen festgesetzt. Das zeigt eine erhebliche Zahl kontrollierter Personen, erlaubt aber noch keine Aussage darüber, wie viele illegale Betriebe tatsächlich existieren.

Seit dem Verbot der POGO-Branche verfolgen die Behörden weiterhin kleinere und verlegte Betrugszentren. Ein Teil dieser Strukturen soll nach den bisherigen Ermittlungen über wechselnde Firmenbezeichnungen und Standorte weiterarbeiten. Dass Personen bei einer Razzia angetroffen wurden, belegt jedoch nicht automatisch ihre persönliche Beteiligung an Betrugsstraftaten. Zwischen Verdacht, Festnahme, Verwaltungsverfahren und strafrechtlicher Verurteilung ist zu unterscheiden.

Für ausländische Geschäftsleute und Beschäftigte verdeutlichen die Einsätze außerdem einen anderen Punkt: Die Rechtmäßigkeit einer Investition und die Berechtigung, auf den Philippinen zu arbeiten oder ein Unternehmen selbst zu führen, sind getrennte Fragen. Die jetzige Razzia betraf nach der behördlichen Darstellung mutmaßliche Betrugsaktivitäten und Verstöße gegen das Einwanderungsrecht, nicht etwa ein allgemeines Verbot ausländischer Unternehmer.

Das BI kündigte an, seine Kontrollen gegen verbliebene unerlaubte POGO-Strukturen fortzusetzen. Ob diese Strategie dauerhaft erfolgreich ist, lässt sich erst anhand nachfolgender Strafverfahren, Abschiebungen und weiterer Ermittlungen bewerten. – RM

Quellen:

  • Bureau of Immigration – BI CRACKDOWN CONTINUES: 76 FOREIGN NATIONALS NABBED IN SECOND ILLEGAL POGO RAID IN TWO WEEKS, 13.10.2026
  • Bureau of Immigration – LARGEST POGO BUST OF 2026: 244 FOREIGN NATIONALS ARRESTED BY BUREAU OF IMMIGRATION IN MASSIVE ZAMBOANGA SIBUGAY POGO CRACKDOWN, 03.10.2026

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