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Luzon

Mobile Pumpen halten Teile der NLEX offen – doch das Hochwasserproblem ist strukturell

SAN SIMON – Mobile Pumpstationen, Hochwasserbarrieren und Sandsäcke sollen derzeit verhindern, dass weitere Abschnitte des North Luzon Expressway (NLEX) in Pampanga unpassierbar werden. – klajoo.com – Die Metropolitan Manila Development Authority (MMDA) unterstützt seit dem 31. August die Maßnahmen im besonders betroffenen Bereich von San Simon. Hintergrund sind die schweren Überschwemmungen durch den verstärkten Südwestmonsun, die auf der wichtigsten Schnellstraßenverbindung zwischen Metro Manila und Central Luzon zeitweise kilometerlange Staus ausgelöst haben.

Nach Angaben der MMDA können die eingesetzten mobilen Pumpfahrzeuge Wasser mit einer Leistung von bis zu einem Kubikmeter pro Sekunde von der Fahrbahn abführen. Zusätzlich wurden L-förmige Barrieren, Sandsäcke und sogenannte Rapid Flood Barriers eingesetzt, um Wasser von einzelnen Fahrspuren fernzuhalten. Trotzdem blieb die Straße nicht vollständig nutzbar: Am 4. September waren in Teilen von Tulaoc und am San Simon Interchange einzelne Fahrstreifen weiterhin gesperrt oder nur für größere Fahrzeugklassen passierbar.

Die Maßnahmen sind praktisch wichtig, lösen aber vor allem die akute Verkehrsfrage. Die Philippine Information Agency verweist auf ein tiefer liegendes Problem: In dem Gebiet fehlen ausreichende Entwässerungskanäle. Bei länger anhaltendem Hochwasser kann deshalb auch starkes Pumpen nur begrenzt helfen, wenn das Wasser nicht schnell genug in geeignete Rückhalte- oder Abflussbereiche geleitet werden kann.

NLEX Corporation plant nach eigenen Angaben zusätzliche Pumpstationen und Wassersammelsysteme an strategischen Stellen. Neben Tulaoc in San Simon wurden dabei auch Meycauayan und Marilao in Bulacan als Bereiche genannt, die immer wieder von Überflutungen betroffen sind. In Tulaoc wurde die Fahrbahn bereits angehoben; weitere Erhöhungen sind vorgesehen. Damit verschiebt sich die Diskussion von einer reinen Notfallmaßnahme hin zur Frage, wie die Schnellstraße langfristig an häufiger auftretende beziehungsweise länger stehende Hochwasser angepasst werden kann.

Für Autofahrer ist die Lage dennoch kurzfristig entscheidend. Die Behörden diskutieren deshalb auch frühere Warnungen für kleinere Fahrzeuge der Class 1, sobald steigende Wasserstände absehbar sind. Das könnte verhindern, dass Pkw erst bis an einen überfluteten Abschnitt fahren und dort umkehren oder im Stau stehen müssen.

Die Ereignisse zeigen zugleich die Grenzen punktueller Hochwasserschutzmaßnahmen. Pumpen und mobile Barrieren können wichtige Abschnitte länger offenhalten und Wasser schneller abführen. Wenn jedoch das umliegende Gelände großflächig überflutet ist und ausreichend dimensionierte Abflusswege fehlen, verlagert sich das Problem nur. Langfristig werden deshalb Pumpkapazität, Sammelbecken, Straßenniveau und regionale Entwässerung gemeinsam betrachtet werden müssen – besonders in Bulacan und Pampanga, wo NLEX durch regelmäßig hochwassergefährdete Gebiete führt. – RM

Quellen:

  • The Philippine Star – MMDA sends flood barriers, mobile pumps to NLEX
  • Philippine Information Agency – PBBM directs agencies to ensure no Filipino is left behind amid floods
  • Philippine Information Agency – Water collection system, dagdag na pumping stations target ipagawa sa NLEX

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