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Cebu: Jeepney-Fahrer protestieren gegen Kraftstoffkosten – mehr als die Hälfte der Einnahmen kann für Diesel draufgehen

CEBU – Rund 30 Jeepney-Fahrer haben sich in Cebu einer landesweiten Protestaktion gegen hohe Kraftstoffpreise angeschlossen. – klajoo.com – Die geringe Zahl der Teilnehmer macht den Protest selbst noch nicht zu einem Großereignis. Interessanter ist, was die Fahrer über ihre laufenden Kosten berichten.

Der Vorsitzende von Piston Cebu, Greg Perez, erklärte, er nehme an einem Arbeitstag etwa 3.500 Peso ein. Rund 2.000 Peso davon gingen allein für Kraftstoff drauf – etwa 28 Euro bei Einnahmen von rund 48 Euro. Die sogenannte Boundary, also die tägliche Zahlung an den Fahrzeughalter bei vielen traditionellen Miet- oder Betreiberstrukturen, ist darin noch nicht enthalten.

Damit kann bereits der Kraftstoff deutlich mehr als die Hälfte der Bruttoeinnahmen eines Fahrers verschlingen, bevor weitere Kosten berücksichtigt werden. Genau darin liegt die praktische Bedeutung der aktuellen Kraftstoffpreisentwicklung: Selbst deutliche wöchentliche Preisrückgänge ändern wenig, wenn das Preisniveau gegenüber früheren Monaten weiterhin hoch bleibt.

Die Fahrer fordern unter anderem die Abschaffung oder Senkung von Verbrauch- und Mehrwertsteuern auf Kraftstoffe, Änderungen am Oil Deregulation Law sowie höhere Fahrpreise. Gleichzeitig suchten sie beim Department of Social Welfare and Development Unterstützung für Fahrer, die bei einem staatlichen Hilfsprogramm bisher keine Auszahlung erhalten hatten.

Nach Angaben des DSWD in Central Visayas hatten 4.528 von 4.848 vorgesehenen Fahrern ihre Unterstützung bereits erhalten. Bei 320 Fällen standen Zahlungen noch aus oder es gab Probleme wie verpasste Auszahlungstermine, doppelte Einträge oder fehlende Anspruchsvoraussetzungen.

Der Fall zeigt, warum höhere Kraftstoffpreise bei Jeepneys schnell zu einem sozialen Problem werden: Eine Fahrpreiserhöhung entlastet Fahrer und Betreiber, belastet aber gleichzeitig Millionen Pendler. Bleiben die Fahrpreise unverändert, wird der Kostendruck dagegen direkt auf die Einkommen der Fahrer verlagert. – RM

Quellen:

  • SunStar Cebu – Local drivers seek more aid from gov’t

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