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Cebu

Masern-Röteln-Kampagne in Central Visayas erreicht nur 21,7 Prozent der Zielgruppe

CEBU – Die zusätzliche Masern-Röteln-Impfkampagne des Department of Health (DOH) in Central Visayas hat ihr Ziel deutlich verfehlt. – klajoo.com – Bis zum regulären Ende der Kampagne am 29. August waren nur 137.042 von 630.214 vorgesehenen Kindern im Alter von sechs bis 59 Monaten geimpft. Das entspricht 21,7 Prozent; rund 493.000 Kinder der Zielgruppe wurden nicht erreicht.

Die regionalen Unterschiede ändern an der insgesamt niedrigen Quote wenig. Mandaue City erreichte mit 29,1 Prozent noch den höchsten Wert, gefolgt von Lapu-Lapu City mit 27,4 Prozent und Bohol mit 22,3 Prozent. Cebu Province kam auf 20,9 Prozent, Cebu City in der Provinz Cebu auf lediglich 18,4 Prozent.

Als Schwierigkeiten nennen Gesundheitsbehörden unter anderem Fehlinformationen in sozialen Medien, Impfverweigerung und Probleme bei Hausbesuchen. Aus lokalen Berichten geht hervor, dass Impfteams teilweise auf ausdrückliche Ablehnung stießen und der Zugang zu Haushalten erschwert war. Das DOH hatte für die Kampagne eine sehr hohe Abdeckung angestrebt, weil Masern sich bei größeren Impflücken schnell ausbreiten können.

Einige lokale Verwaltungen können die Sonderkampagne noch bis zum 4. September verlängern, bevor wieder in das reguläre Impfprogramm gewechselt wird. Selbst eine kurze Verlängerung dürfte die entstandene Lücke jedoch nur begrenzt schließen können. Der eigentliche Handlungsbedarf liegt deshalb nicht nur bei zusätzlichen Impftagen, sondern auch bei Vertrauen, Aufklärung und der praktischen Erreichbarkeit von Familien.

Parallel wird der Tod eines sieben Monate alten Kindes in Dumanjug in der Provinz Cebu als sogenanntes Adverse Event Following Immunization (AEFI) untersucht. Ein AEFI bezeichnet zunächst jedes gesundheitliche Ereignis, das zeitlich nach einer Impfung auftritt. Der Begriff bedeutet ausdrücklich noch nicht, dass die Impfung die Ursache war.

Nach den bislang veröffentlichten Angaben erhielt das Kind am 10. August eine Masern-Röteln-Impfung und starb am 24. August. Die Behörden prüfen medizinische Unterlagen und weitere Umstände. Die Gesundheitsbehörden betonen, dass bislang kein offizieller Befund einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Impfung und Tod festgestellt hat.

Gerade bei einer ohnehin sehr niedrigen Impfquote ist diese Trennung wichtig. Ein ungeklärter Todesfall kann das Vertrauen weiter beschädigen, wenn zeitliche Abfolge und medizinische Ursache vermischt werden. Umgekehrt wäre es ebenso falsch, offene Fragen vor Abschluss der AEFI-Untersuchung abzutun. Entscheidend ist eine transparente Untersuchung, deren Ergebnis nachvollziehbar veröffentlicht wird. – RM

Quellen:

  • The Freeman – Only 21% get MR vaccine
  • SunStar Cebu – Vax drive in CV lags at 21.7%
  • The Freeman – Health officials probe child’s death in Dumanjug

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