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Manila

Update: Mehr als 200 Feuerwehrangehörige wegen mutmaßlichem Stellenverkauf untersucht

MANILA – Die Untersuchungen zu mutmaßlich verkauften Stellen beim Bureau of Fire Protection (BFP) haben offenbar einen deutlich größeren Umfang erreicht als bislang bekannt. – klajoo.com – Nach aktuellen Angaben werden inzwischen mehr als 200 BFP-Angehörige im Zusammenhang mit dem sogenannten „slot-for-sale“-System untersucht.

Dabei geht es um den Verdacht, dass Bewerber oder Beschäftigte Geld zahlen sollten, um Stellen, Einstellungen oder andere Personalentscheidungen zu erhalten. In einem der bekannt gewordenen Fälle soll ein Betrag von 500.000 Peso verlangt worden sein; in weiteren Fällen ist von Forderungen über jeweils 100.000 Peso die Rede. Die Angaben sind Gegenstand laufender Untersuchungen und keine rechtskräftig festgestellten Taten.

Aus Einzelfällen wird eine institutionelle Prüfung

klajoo hatte die Problematik bereits Anfang August anhand einzelner Festnahmen, Beschwerden und der damals angekündigten Aufarbeitung eingeordnet. Neu ist jetzt vor allem die Größenordnung: Wenn mehr als 200 Angehörige einer Behörde geprüft werden, geht es nicht mehr nur um einen einzelnen mutmaßlich korrupten Vermittler oder eine lokale Dienststelle.

Das Innenministerium muss dabei zwei Fragen beantworten:

  • wie weit reichen die tatsächlichen Verstöße, und wie viele der untersuchten Personen werden am Ende verwaltungs- oder strafrechtlich verantwortlich gemacht?
  • welche Schwachstellen im Einstellungs- und Beförderungssystem haben solche Zahlungen überhaupt ermöglicht?

Warum Stellenverkauf bei der Feuerwehr besonders problematisch ist

Korruption bei Einstellungen benachteiligt zunächst Bewerber, die sich regulär über Qualifikation und Auswahlverfahren bewerben. Bei einer Sicherheits- und Rettungsbehörde kommt ein weiterer Punkt hinzu: Feuerwehrleute übernehmen Aufgaben, bei denen Ausbildung, körperliche Eignung, technische Kenntnisse und Zuverlässigkeit unmittelbar über die Sicherheit von Bürgern und Kollegen entscheiden können.

Deshalb ist die Zahl von mehr als 200 untersuchten BFP-Angehörigen noch kein Beweis für ein flächendeckendes Korruptionssystem. Sie ist aber ein belastbarer Anlass, die angekündigten Reformen an konkreten Ergebnissen zu messen: abgeschlossene Verfahren, nachvollziehbare Sanktionen und transparentere Rekrutierungswege statt weiterer bloßer Ankündigungen. – RM

Quellen:

  • SunStar – Over 200 BFP personnel probed over “slot-for-sale” scheme
  • Department of the Interior and Local Government – offizielle Mitteilungen

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