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Western Visayas: 54 Kommunen verlassen ASF-Rotzone – Entspannung, aber keine Entwarnung

PANAY – In Western Visayas hat sich die Lage bei der Afrikanischen Schweinepest (ASF) in zahlreichen Kommunen verbessert. Nach Angaben des National ASF Prevention and Control Program wurden 54 lokale Verwaltungseinheiten aus der roten, also als infiziert eingestuften Zone herausgenommen. 45 Kommunen wechselten in die rosa Pufferzone, neun weitere direkt in die gelbe Überwachungszone.

Die Neuklassifizierung basiert auf einer Liste des Programms vom 21. August 2026. Besonders deutlich ist die Entwicklung in Iloilo: Dort wurden 20 Kommunen beziehungsweise Städte von Rot auf Pink hochgestuft. In Aklan betrifft die Änderung 17 Kommunen, in Capiz elf, in Antique vier und in Guimaras zwei.

Die Farben sind mehr als eine statistische Einordnung

Das staatliche Zonierungssystem hat praktische Folgen für Schweinehalter, Händler und die Versorgung mit Schweinefleisch. In roten Zonen gelten die strengsten Regeln für Quarantäne, Tierbewegungen und Seuchenbekämpfung. Eine Einstufung als Puffer- oder Überwachungszone kann deshalb schrittweise wieder mehr Bewegungsfreiheit für lebende Schweine, Schweineprodukte und genetisches Material ermöglichen.

Kleiner Exkurs: Was bedeuten die ASF-Farben?

Das Landwirtschaftsministerium ordnet Städte und Gemeinden in einem fünfstufigen Farbsystem nach Seuchenstatus und Risiko ein. Vereinfacht gilt: Rot bedeutet, dass ASF-Ausbrüche bestätigt sind. Pink beziehungsweise Rosa bezeichnet eine Pufferzone ohne nachgewiesene ASF-Fälle unmittelbar um rote Gebiete. Gelb ist die daran anschließende Überwachungszone; auch dort ist ASF nicht nachgewiesen, das Risiko gilt aber noch als hoch. Hellgrün steht für geschützte, ASF-freie Gebiete mit mittlerem Risiko, Dunkelgrün für ASF-freie Gebiete mit niedrigem Risiko. Die Einstufung bestimmt unter anderem, wie streng Schweine und Schweineprodukte zwischen Gebieten transportiert werden dürfen. Ein Wechsel von Rot über Pink zu Gelb ist deshalb ein Fortschritt – eine vollständige Entwarnung bedeutet er noch nicht.

Eine Hochstufung erfolgt jedoch nicht allein deshalb, weil einige Wochen keine auffälligen Tierverluste gemeldet wurden. Nach den Vorgaben müssen unter anderem ein Zeitraum ohne neue Fälle, Untersuchungen der Schweinepopulation und die erforderliche Dokumentation gegenüber den Landwirtschaftsbehörden nachgewiesen werden.

Der Fortschritt ist messbar

Dass die Entwicklung nicht nur eine Momentaufnahme ist, zeigt der Vergleich mit früheren Ständen. Im Mai 2025 waren in Western Visayas 44 lokale Verwaltungseinheiten bis in die rosa Zone vorangekommen. Drei Kommunen hatten damals nach erfolgreichen Sentinel-Programmen bereits die gelbe Zone erreicht. Dabei werden gesunde Schweine in zuvor betroffenen Gebieten eingesetzt und überwacht, um zu prüfen, ob das Virus tatsächlich nicht mehr zirkuliert.

Die jetzige Neuklassifizierung von 54 Kommunen zeigt damit, dass sich die Wiederherstellung der Schweinehaltung in einem größeren Teil der Region fortsetzt. Für viele kleinere Betriebe ist das wirtschaftlich relevant: ASF-Ausbrüche führen nicht nur zu Tierverlusten und Keulungen, sondern können auch Transportverbote, Absatzprobleme und einen zeitweise starken Preisverfall bei lebenden Schweinen auslösen.

Trotzdem bleibt das regionale Risiko bestehen

Von einer allgemeinen Entwarnung in den Visayas kann dennoch keine Rede sein. Die Negros Island Region gehört seit ihrer Wiedererrichtung nicht mehr zu Western Visayas, liegt aber unmittelbar benachbart. In Negros Oriental wurden noch im August aktive ASF-Fälle in Bindoy, Pamplona und Siaton gemeldet. In mehreren anderen zuvor betroffenen Kommunen waren die jüngsten Blutproben dagegen wieder negativ.

Diese unterschiedliche Entwicklung erklärt auch, warum einzelne Provinzen ihre Schutzmaßnahmen weiterhin vorsichtig handhaben. Aklan und Guimaras hatten im Juni zeitweise Einfuhr-, Transit- und Transportbeschränkungen für Schweine und Schweineprodukte aus betroffenen Gebieten verhängt. Fortschritte in einer Kommune bedeuten daher nicht automatisch, dass Warenströme in der gesamten Region wieder ohne Einschränkungen möglich sind.

Erholung verläuft nicht überall gleichzeitig

Die 54 Hochstufungen sind deshalb vor allem ein Zeichen dafür, dass die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest in weiten Teilen von Western Visayas vorankommt. Gleichzeitig zeigt die Lage auf Negros, wie schnell sich das Bild lokal wieder verändern kann.

Für Schweinehalter dürfte entscheidend sein, ob die betroffenen Gebiete die nächsten Stufen des Zonierungssystems erreichen und ob Wiederbesiedlungsprogramme dauerhaft erfolgreich bleiben. Erst dann lässt sich beurteilen, ob aus der jetzigen Entspannung eine stabile Erholung der regionalen Schweineproduktion wird. – RM

Quellen:

  • Daily Guardian – 54 Western Visayas LGUs exit ASF red zone
  • Philippine News Agency – 3 W. Visayas towns upgraded to ASF yellow zone
  • Philippine News Agency – African swine fever cases continue to rise in Negros Oriental

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