ILOILO CITY – Nach intensiven Regenfällen sind in Iloilo City 65 Barangays überflutet worden. Nach Angaben der städtischen Katastrophenschutzbehörde waren bis Dienstagnachmittag mindestens 1.056 Familien mit insgesamt 3.216 Menschen betroffen. – klajoo.com – 517 Familien beziehungsweise 1.679 Personen mussten ihre Häuser vorübergehend verlassen.
Besonders betroffen war der Distrikt Jaro mit 25 überfluteten Barangays. In einzelnen Gebieten erreichte das Wasser Brusthöhe. Bis 14 Uhr am Dienstag war das Wasser in 14 Barangays zurückgegangen, 51 standen weiterhin zumindest teilweise unter Wasser.
Bis zu 165 Millimeter Regen innerhalb von sechs Stunden
Die Niederschläge waren außergewöhnlich intensiv. Nach Angaben aus Iloilo fielen zeitweise durchschnittlich rund 70 Millimeter Regen pro Stunde; innerhalb von sechs Stunden wurden örtlich bis zu 165 Millimeter gemessen. Solche Mengen können auch leistungsfähige Entwässerungssysteme kurzfristig überfordern.
Die Stadtverwaltung sieht die Ursache jedoch nicht allein im Regen. Nach Angaben des City Engineer’s Office waren mehrere Entwässerungsauslässe wegen hoher Wasserstände in Flüssen und Bächen praktisch unter Wasser. Dadurch konnte Regenwasser aus tiefer gelegenen Stadtteilen nicht mehr ausreichend abfließen.
Alte Kanäle, Müll und fehlende Pumpwerke
Zusätzlich verschärfen nach Angaben der Stadt alte und teilweise zu kleine Entwässerungsleitungen die Situation. Ablagerungen, Müll und Bauwerke, die Wasserwege einengen, können den Abfluss weiter behindern.
Als mögliche technische Lösung nennt die Stadt Fluttore und Pumpwerke an besonders kritischen Auslässen. Damit könnte Regenwasser auch dann aus dem Stadtgebiet gepumpt werden, wenn Flüsse und Bäche bereits so hoch stehen, dass ein natürlicher Abfluss nicht mehr funktioniert.
Eine umfassende Lösung ist jedoch teuer. Frühere Planungen für ein modernes Entwässerungssystem bewegten sich bereits im Milliarden-Peso-Bereich. Ein älterer Entwässerungsplan wurde 2017 auf etwa 6,2 Milliarden Peso geschätzt; weitere Planungen mit Unterstützung der Japan International Cooperation Agency sowie ein städtischer Masterplan lagen noch höher.
Wiederkehrende Überschwemmungen bleiben strukturelles Problem
Die aktuellen Überschwemmungen zeigen damit erneut, dass kurzfristige Räumungsarbeiten und lokale Reparaturen nur einen Teil des Problems lösen. Iloilo City braucht neben freigehaltenen Wasserwegen vor allem ein System, das auch bei gleichzeitig hohem Flusspegel große Regenmengen aus tiefer gelegenen Gebieten abführen kann.
Die jetzt gemeldeten Opferzahlen und Überflutungsflächen sind eine Momentaufnahme. Bei weiterem Regen können sich die Werte kurzfristig verändern. Für die längerfristige Bewertung wird entscheidend sein, ob aus den seit Jahren diskutierten Entwässerungs- und Pumpwerksplänen tatsächlich finanzierte Bauprojekte werden. – RM
Quellen:
- Daily Guardian: „Iloilo City flooding: Submerged outfalls, old drainage blamed“
- Iloilo City Disaster Risk Reduction and Management Office: „Weather Updates“







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