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Neuer Polizeichef setzt intensive Fahndungsarbeit in Western Visayas fort

PANAY – Die Polizei in Western Visayas meldet weiterhin hohe Festnahmezahlen bei der Fahndung nach gesuchten Personen. – klajoo.com – Die jüngsten Ergebnisse fallen in die Amtszeit von Brigadegeneral Randulf Tuaño, der am 22. Mai 2026 die Leitung des Police Regional Office 6 übernommen hat.

Tuaño war zuvor Sprecher der Philippine National Police und Leiter ihres Informationsbüros. Er löste Brigadegeneral Josefino Ligan ab, der in die nationale Direktion für Operationen wechselte.

Kurz nach seinem Amtsantritt kündigte Tuaño an, die Polizeipräsenz und die Kriminalitätsbekämpfung in der Region weiter zu verstärken.

Vom 1. bis 9. Juli nahm die Polizei in Western Visayas 105 Personen fest, gegen die Haftbefehle vorlagen. Darunter befanden sich acht Personen, die auf regionalen Listen besonders gesuchter Verdächtiger geführt wurden.

Auch anschließend setzte die Polizei ihre Fahndungen fort. Am 16. Juli wurden bei getrennten Einsätzen acht weitere Gesuchte festgenommen, darunter drei besonders gesuchte Verdächtige. Am 22. Juli nahm die Polizei in der Provinz Iloilo zwei Männer fest, denen versuchter Mord beziehungsweise die Vergewaltigung eines Kindes vorgeworfen wird.

Bei allen Festgenommenen gilt die Unschuldsvermutung, solange sie nicht rechtskräftig verurteilt sind. Ein Haftbefehl bedeutet, dass ein Gericht die Festnahme und Vorführung angeordnet hat. Er ist kein Beleg für eine bereits festgestellte Schuld.

Die hohen Festnahmezahlen sind allerdings nicht erst seit Tuaños Amtsantritt zu beobachten.

Bereits unter seinem Vorgänger Josefino Ligan führte das Regionalbüro regelmäßig groß angelegte und über mehrere Provinzen koordinierte Fahndungsaktionen durch.

Im September 2025 wurden 176 gesuchte Personen festgenommen, im Oktober 171 und im November 194.

Besonders hoch fiel die Bilanz im Januar 2026 aus. Innerhalb eines Monats nahm die Polizei 250 Gesuchte fest. Darunter befanden sich 81 Personen, die als besonders gesucht eingestuft waren.

Im Oktober und November 2025 meldete das Regionalbüro außerdem, jeweils alle zehn damals an der Spitze der regionalen Fahndungslisten stehenden Verdächtigen gefasst zu haben.

Die Zahlen zeigen, dass Tuaño keine völlig neue Fahndungsstrategie eingeführt hat.

Bereits unter Ligan arbeitete das Regionalbüro mit dem sogenannten Enhanced Managing Police Operations Framework. Dabei werden Einsätze auf Grundlage nachrichtendienstlicher Erkenntnisse vorbereitet und zwischen Polizeieinheiten sowie weiteren Behörden abgestimmt.

Tuaño setzt diese stark zahlen- und kampagnenorientierte Polizeiarbeit offenbar fort.

Noch lässt sich nicht feststellen, ob unter seiner Führung tatsächlich mehr Gesuchte festgenommen werden als unter seinem Vorgänger.

Die 105 Festnahmen innerhalb von neun Tagen sind zwar bemerkenswert. Für einen belastbaren Vergleich müssen jedoch längere und gleich große Zeiträume gegenübergestellt werden.

Auch in anderen Bereichen meldet das Regionalbüro seit Tuaños Amtsantritt umfangreiche Ergebnisse.

In seinem ersten Monat an der Spitze des Regionalbüros wurden bei 133 Einsätzen gegen illegale Drogen 168 Verdächtige festgenommen. Die Polizei beschlagnahmte mutmaßliches Shabu im angegebenen Wert von 75,95 Millionen Peso.

Solche hohen Zahlen gab es jedoch ebenfalls bereits unter Ligan.

In dessen ersten 100 Tagen führte das Regionalbüro nach eigenen Angaben 391 Drogeneinsätze durch. Dabei wurden 525 Personen festgenommen und Drogen mit einem von der Polizei angegebenen Wert von 132,7 Millionen Peso beschlagnahmt.

Im gesamten Jahr 2025 meldete die Polizei 1.806 Einsätze gegen illegale Drogen, 2.343 Festnahmen und beschlagnahmte Drogen im angegebenen Wert von mehr als 514 Millionen Peso.

Allein im Februar 2026 wurden unter Ligan weitere 184 Verdächtige festgenommen und Drogen im angegebenen Wert von 74,87 Millionen Peso beschlagnahmt.

Auch bei Umweltverstößen veröffentlichte die Polizei unter Tuaño eine umfangreiche Bilanz.

Zwischen dem 22. Mai und dem 22. Juli nahm sie 888 Personen wegen mutmaßlicher Verstöße fest. Davon entfielen 669 Festnahmen auf illegale Fischerei.

Beschlagnahmt wurden Fische, Boote, Fischereiausrüstung sowie Geräte aus Fällen illegalen Holzeinschlags. Den Gesamtwert bezifferte die Polizei auf 51,7 Millionen Peso.

Hinzu kamen Einsätze gegen nicht registrierte Schusswaffen. In der ersten Julihälfte meldete die Polizei die Sicherstellung von 241 Waffen und explosiven Gegenständen bei 228 Maßnahmen. Dabei wurden 17 Personen festgenommen.

Die laufenden Bilanzen zeigen daher weniger einen vollständigen Kurswechsel als die Fortsetzung einer bereits zuvor intensiven regionalen Polizeiarbeit.

Auffällig ist vor allem, wie regelmäßig die Ergebnisse verschiedener Einsatzbereiche gebündelt und öffentlich präsentiert werden.

Tuaños frühere Tätigkeit als Polizeisprecher könnte dabei eine Rolle spielen. Seine Erfahrung in der Öffentlichkeitsarbeit kann dazu beitragen, regionale Erfolge sichtbarer und einheitlicher darzustellen.

Ob die Polizei tatsächlich erfolgreicher arbeitet, lässt sich nicht allein an der Zahl der veröffentlichten Festnahmen erkennen.

Eine hohe Festnahmezahl kann bedeuten, dass lange offene Haftbefehle konsequent vollstreckt werden. Sie kann aber auch dadurch entstehen, dass viele kleinere Einsätze innerhalb kurzer Zeit zusammengefasst werden.

Auch die Zahl von 888 Festnahmen wegen mutmaßlicher Umweltverstöße sagt für sich allein wenig über die Schwere der einzelnen Fälle aus.

Illegale Fischerei kann den Einsatz verbotener Fangmethoden, das Fischen in geschützten Gebieten oder Verstöße gegen Genehmigungs- und Registrierungsvorschriften umfassen.

Entscheidend ist deshalb, wie viele Festnahmen tatsächlich zu Anklagen und später zu Verurteilungen führen.

Für eine umfassende Bewertung müssten außerdem die Entwicklung schwerer Straftaten, die Aufklärungsquote, die Zahl noch offener Haftbefehle und die Verfahrensausgänge veröffentlicht werden.

Der bisherige Vergleich zeigt: Randulf Tuaño kehrt nicht mit völlig neuen Besen.

Er führt eine bereits unter Josefino Ligan intensive und stark koordinierte Polizeiarbeit weiter. Ob er erfolgreicher arbeitet oder die Ergebnisse vor allem sichtbarer darstellt, wird sich erst anhand vergleichbarer Daten über einen längeren Zeitraum beurteilen lassen. – Quelle: Police Regional Office 6, Philippine National Police und Philippine News Agency / RM

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