Startseite » Katastrophenübung in Western Visayas legt Lücken bei Koordination und Notfalltransport offen
Panay

Katastrophenübung in Western Visayas legt Lücken bei Koordination und Notfalltransport offen

ILOILO – Eine groß angelegte Katastrophenübung in Western Visayas hat konkrete Schwächen bei der Zusammenarbeit von Rettungsdiensten, Gesundheitsbehörden und Krankenhäusern sichtbar gemacht. – klajoo.com – Bei PROJECT MedX, der nach Angaben der Organisatoren ersten vollständigen sektorübergreifenden Notfallsimulation dieser Größenordnung in der Region, nahmen mehr als 30 öffentliche und private Einrichtungen teil.

Die Übung am 9. September in Oton, Iloilo, simulierte einen schweren Verkehrsunfall mit einem Chemikalientankwagen und mehreren Personenfahrzeugen. Rettungskräfte mussten gleichzeitig Verletzte bergen und sichten, einen angenommenen Gefahrstoffaustritt sichern, Patienten verteilen und öffentliche sowie private Krankenhäuser auf eine größere Zahl von Verletzten vorbereiten.

Nach der ersten Auswertung zeigten sich unter anderem Lücken bei der Abstimmung zwischen staatlichen Gesundheitsstellen und privaten Kliniken, bei Reaktionszeiten und bei der Frage, wie schnell benachbarte Gemeinden Oton in einer größeren Schadenslage unterstützen könnten. Gerade diese Punkte sollen nun detailliert ausgewertet werden.

Auch der Transport von Verletzten wurde als Schwachstelle benannt. Das Office of Civil Defense (OCD) Region 6 und der Regional Disaster Risk Reduction and Management Council drängen darauf, Patienten während des Transports stärker medizinisch zu begleiten und die Kommunikation zwischen Einsatzstelle und aufnehmenden Krankenhäusern zu standardisieren. Kliniken sollen dadurch früher wissen, welche Patienten mit welchen Verletzungen eintreffen.

Der Wert der Übung liegt damit weniger in der Zahl der beteiligten Einheiten als in den gefundenen Mängeln. Eine Katastrophenschutzübung, bei der keine Schwächen sichtbar werden, sagt wenig über die Belastbarkeit des Systems im Ernstfall aus. Entscheidend ist nun, ob aus den Erkenntnissen tatsächlich geänderte Abläufe, kürzere Reaktionszeiten und verbindliche Übergabe- und Kommunikationsverfahren entstehen.

Die beteiligten Stellen wollen die Ergebnisse zu Reaktionszeiten, Kommunikation, Einsatzführung und Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Krankenhäusern weiter auswerten und in regionale Notfallprotokolle einfließen lassen. – RM

Quellen:

  • Panay News – Full-Scale Disaster Drill Exposes Response Gaps – 10. September 2026
  • Panay News – Fix the Gaps Before Disaster Strikes – 11. September 2026

Add Comment

Click here to post a comment