MANILA – Das Department of Education (DepEd) hat für Dienstag, den 25. August, landesweite Sicherheitsübungen für sogenannte „Active Attack Incidents“ angesetzt. – klajoo.com – Während sich die Schulen auf solche Bedrohungslagen vorbereiten, zeigt ein aktueller Fall aus Cebu ein anderes Problem der Schulsicherheit: Bei einem 14-jährigen Schüler wurde ein ungeladener Revolver im Rucksack gefunden, der nach seiner bisherigen Aussage aus dem Haushalt seines Großvaters stammt.
Sicherheitsübung am 25. August
Die zentrale Übung ist für 9 Uhr vorgesehen. Die Regionalbüros sollen jeweils eine Schule als offiziellen Übungsort benennen. Andere öffentliche und private Grund- und weiterführende Schulen sollen entsprechende Übungen nach ihren lokalen Notfallplänen durchführen. Schulen, die bereits eine solche Übung absolviert haben, müssen sie nicht wiederholen.
Die Übungen sollen unter anderem testen, ob Alarmwege funktionieren, Verantwortlichkeiten bekannt sind und Schüler sowie Beschäftigte wissen, wie sie sich bei einem bewaffneten Angriff verhalten sollen. Die konkreten Abläufe können sich je nach Schulgelände und örtlicher Lage unterscheiden.
Anweisung stammt bereits vom 12. August
Für die zeitliche Einordnung ist wichtig: Das zugrunde liegende DepEd-Memorandum trägt das Datum 12. August. Es wurde damit bereits vor dem tödlichen Schulangriff in Zamboanga City am 18. August erlassen. Die landesweite Übung ist deshalb keine kurzfristige Reaktion auf diesen Angriff; die jüngsten Fälle erhöhen jedoch die aktuelle Aufmerksamkeit für das Thema.
Revolver im Schulrucksack eines 14-Jährigen
An der Lut-od National High School in Pinamungajan in der Provinz Cebu wurde am Nachmittag des 20. August bei einer überraschenden Taschenkontrolle ein ungeladener Revolver Kaliber .357 im Rucksack eines 14-jährigen Schülers gefunden. Munition befand sich nach den bisherigen Angaben nicht bei der Waffe. Der Jugendliche wurde anschließend dem kommunalen Sozialdienst übergeben.
Nach der bisherigen Aussage des Schülers gehört der Revolver seinem Großvater und wurde aus einem Schrank im Wohnhaus genommen. Diese Darstellung ist Teil der laufenden Ermittlungen. Einen belastbaren Hinweis darauf, dass der Jugendliche einen Angriff plante, gibt es bislang nicht. Der Fund darf deshalb nicht als verhinderter Schulanschlag dargestellt werden.
Zugang zu Waffen beginnt außerhalb des Schulgeländes
Der Cebu-Fall macht zugleich deutlich, dass Schulsicherheit nicht erst am Schultor beginnt. Taschenkontrollen können eine mitgebrachte Waffe entdecken, verhindern aber nicht, dass Minderjährige zu Hause Zugang zu Schusswaffen erhalten. Für die weitere Bewertung ist deshalb entscheidend, wie die Waffe im Haushalt aufbewahrt war und ob die Ermittlungen Verstöße gegen geltende Aufbewahrungs- oder Waffenregeln ergeben.
Übungen sind nur ein Teil der Prävention
Die landesweiten Übungen können Schulen helfen, ihre Reaktion auf einen akuten Angriff zu testen. Sie ersetzen aber weder sichere Zugänge und funktionierende Alarmketten noch die sichere Aufbewahrung von Waffen außerhalb der Schule. Der aktuelle Cebu-Fall ergänzt die Debatte deshalb um eine praktische Ebene: Vorbereitung auf den Ernstfall und Prävention müssen parallel betrachtet werden. – RM
Quellen:
- Department of Education Region I – Regional Memoranda, darunter RM No. 1059 s. 2026 zur landesweiten Sicherheitsübung
- The Philippine Star – DepEd sets nationwide school safety drill for campus threats on August 25
- The Philippine Star – Inspection reveals gun in Cebu student’s bag
- GMA News – Gun recovered from 14-year-old student’s bag in Cebu school







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