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Kennon Road: DPWH untersucht Bergbau als möglichen Faktor – die Ursache der Hangrutsche ist damit nicht geklärt

LUZON – Das Department of Public Works and Highways (DPWH) lässt untersuchen, ob frühere und mögliche heutige Bergbaustrukturen zur Instabilität der Hänge entlang der Kennon Road beitragen. – klajoo.com – Public Works Secretary Vince Dizon ordnete an, bei den wiederkehrenden Rutschungen stärker nach den Ursachen zu suchen, statt beschädigte Straßenabschnitte immer wieder nur zu reparieren.

Der Schritt ist relevant, weil unter und nahe der rund 34 Kilometer langen Bergstraße alte Bergbaustrukturen vorhanden sind. Zu den genannten historischen Standorten gehören die Black Mountain Mine bei Camp 6, in der bis in die frühen 1980er Jahre Kupfer und Gold abgebaut wurden, sowie die 1987 geschlossene Thanksgiving Mine bei Camp 4. Nach aktuellen Angaben des Mines and Geosciences Bureau (MGB) stehen beide unter Beobachtung, weil die unterirdischen Anlagen nicht nach heutigen Standards stillgelegt wurden.

Auch ein Minahang Bayan liegt im Untersuchungsraum

Zusätzlich ist entlang der Kennon Road ein Gebiet für Kleinbergbau als Minahang Bayan genehmigt worden. Nach den aktuellen Angaben war der Vertrag, der einer Kleinbergbauvereinigung den Betrieb erlauben würde, jedoch noch nicht endgültig abgeschlossen. Dizon warnte, dass unterirdische Stollen grundsätzlich ein Einsturzrisiko darstellen können und gegebenenfalls geschlossen werden müssten.
Das ist eine Prüfannahme, kein Beweis. Aus dem Vorhandensein alter Stollen folgt nicht automatisch, dass sie einen bestimmten Hangrutsch ausgelöst haben. Genau diese Trennung ist bei Kennon Road besonders wichtig.

MGB verwies 2025 ausdrücklich auf die natürliche Rutschungsanfälligkeit

Bereits nach früheren Schäden wurde über Bergbau als mögliche Ursache diskutiert. Das MGB widersprach 2025 jedoch der damaligen Annahme, ein Kleinbergbaugebiet habe den Erdrutsch am Rock-Shed-Abschnitt verursacht. Ein Geologe der Behörde bezeichnete das betreffende Gebiet vielmehr als sehr stark erdrutschgefährdet und verwies auf die geologischen Bedingungen. Frühere Bergbaustrukturen in der Umgebung seien zwar vorhanden, teils aber bereits verschlossen.

Die neue Untersuchung steht damit nicht zwingend im Widerspruch zur damaligen Einschätzung. Sie erweitert die Fragestellung: Nicht nur ein konkreter damaliger Abbau, sondern das gesamte Zusammenspiel aus natürlicher Geologie, alten unterirdischen Strukturen, Entwässerung, Hanganschnitten und Straßenbau soll betrachtet werden.

Auch die Schutzbauten selbst bleiben Teil des Problems

Hinzu kommt die technische Seite der Kennon Road. Der bestehende Rock Shed ist nach den aktuellen Angaben 152 Meter lang. Ursprünglich waren 248 Meter vorgesehen. Der Finanzierungsrahmen wurde von zunächst benötigten 500 Millionen Peso auf 274 Millionen Peso reduziert. Für 2027 ist nun eine Erweiterung mit 121 Millionen Peso vorgesehen.

Damit liegen mindestens drei mögliche Problemfelder nebeneinander: eine von Natur aus sehr rutschungsanfällige Berglandschaft, mögliche Einflüsse alter oder neuer Bergbaustrukturen und die Frage, ob Schutz- und Entwässerungsmaßnahmen an der Straße ausreichend dimensioniert und korrekt ausgeführt sind. Ein einzelner Faktor dürfte nicht ohne geotechnische Untersuchung zur alleinigen Ursache erklärt werden.

Die entscheidenden Daten müssen aus dem Untergrund kommen

Für eine belastbare Antwort braucht das DPWH deshalb mehr als Sichtprüfungen nach einem Erdrutsch. Relevant sind unter anderem genaue Karten alter Stollen, geotechnische Bohrungen, Wasserwege im Hang, Bewegungsmessungen und der Abgleich zwischen Rutschflächen und unterirdischen Hohlräumen. Erst wenn diese Daten vorliegen, lässt sich beurteilen, ob Bergbau tatsächlich zur Instabilität beiträgt und an welchen Abschnitten.

Parallel stehen in Benguet auch andere Felssicherungsprojekte in der Kritik; diese Vorgänge dürfen jedoch nicht miteinander vermischt werden. Die aktuell untersuchte Kennon-Road-Frage betrifft die geologische Ursache wiederkehrender Rutschungen. Der jüngste Fall einer auffällig lockeren Rocknet-Verankerung an der Beckel-Lamut Road ist ein separates Infrastrukturproblem. Eine gemeinsame Firmen-, Bau- oder Verantwortungsstruktur ist bislang nicht belegt. – RM

Quellen:

  • Philippine Daily Inquirer – Dizon: Find out root cause of Kennon Road landslides
  • Philippine News Agency – DPWH chief orders repair of Kennon Road rock shed
  • RMN Networks – Mines and Geosciences Bureau itinangging sila ang sanhi ng pagguho ng lupa sa Kennon Road

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