LUZON – Bei einer wissenschaftlichen Untersuchung in den Wäldern von Calanasan in der Provinz Apayao sind drei Frösche der Gattung Platymantis gefunden worden, die möglicherweise bislang unbekannte Arten repräsentieren. – klajoo.com – Noch ist das ausdrücklich nicht bestätigt: Die Exemplare müssen zunächst taxonomisch untersucht und mit bereits beschriebenen Arten verglichen werden.
Die Funde stammen aus einer Erhebung vom 13. bis 19. August. Beteiligt waren nach Angaben der Umweltbehörden die Herpetological Research Collection der University of Santo Tomas und die Kyoto University gemeinsam mit der Philippine Eagle Foundation sowie dem Community Environment and Natural Resources Office in Calanasan. Insgesamt dokumentierte das Team mindestens 15 Amphibien- und Reptilienarten.
„Möglicherweise neu“ ist noch keine neue Art
Bei solchen Funden ist die sprachliche Genauigkeit wichtig. Ein Tier kann ungewöhnliche Merkmale zeigen und sich von bekannten Populationen unterscheiden, ohne dass bereits feststeht, dass es eine eigene Art ist. Erst die wissenschaftliche Prüfung kann klären, ob die Unterschiede groß und stabil genug sind. Dazu können je nach Fall morphologische Vergleiche, genetische Untersuchungen und der Abgleich mit wissenschaftlichen Sammlungen und früheren Beschreibungen gehören.
Deshalb wäre die Formulierung „drei neue Froscharten entdeckt“ derzeit zu weitgehend. Belastbar ist lediglich: Drei Platymantis-Exemplare aus Calanasan kommen als mögliche bislang unbekannte Arten in Betracht und werden weiter untersucht.
Apayao ist biologisch noch längst nicht vollständig erfasst
Der Fund passt zu einem größeren Bild. Die Wälder von Calanasan und der weitere Apayao Lowland Forest Key Biodiversity Area gehören zu einem Gebiet mit hoher biologischer Vielfalt, in dem in den vergangenen Jahren wiederholt bemerkenswerte Beobachtungen dokumentiert wurden. Die Philippine Eagle Foundation beschreibt Calanasan als besonders bedeutendes Gebiet für weitere biologische Forschung. Im selben Landschaftsraum wurden beispielsweise neue Daten zu Amphibien, Fledermäusen und Pflanzen gesammelt.
Der eigentliche Wert der aktuellen Erhebung liegt daher nicht nur in der Möglichkeit, dass am Ende neue Arten beschrieben werden. Die dokumentierten Daten liefern zugleich eine Grundlage für Schutz- und Managemententscheidungen in der Apayao Biosphere Reserve. Gerade bei Arten mit kleinen Verbreitungsgebieten kann die Kenntnis einzelner Vorkommen entscheidend sein, wenn Waldnutzung, Straßenbau oder andere Eingriffe bewertet werden.
Jetzt folgt die wissenschaftliche Prüfung
Ob aus den drei Funden tatsächlich neue Arten werden, kann erst nach Abschluss der taxonomischen Arbeit gesagt werden. Das Thema bleibt deshalb auch nach dieser Meldung beobachtenswert: Eine formale Artbeschreibung mit wissenschaftlichem Namen, Vergleichsmerkmalen und Veröffentlichung wäre eine eigenständige neue Entwicklung. – RM
Quellen:
- Philippine Daily Inquirer – 3 possible new species found in Apayao forests
- Philippine Eagle Foundation – Calanasan: The Northern Frontier of Biocultural Discovery







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