METRO MANILA – Das Department of Public Works and Highways (DPWH) wirbt beim Metro Manila Council um Unterstützung für den geplanten Parañaque Spillway. – klajoo.com – Neu ist vor allem eine überarbeitete Tunnelplanung in Muntinlupa, mit der die Zahl der von Grundstückseingriffen und möglichen Umsiedlungen betroffenen Menschen deutlich reduziert werden soll.
Der rund 10,5 Kilometer lange unterirdische Entlastungskanal soll überschüssiges Wasser aus der Laguna de Bay in Richtung Zapote River und Manila Bay ableiten. Damit soll bei extremen Regenfällen der Wasserstand des Sees schneller gesenkt und das Überschwemmungsrisiko in den angrenzenden Städten verringert werden.
Frühere Planung hätte rund 500 Familien und Eigentümer betroffen
Muntinlupas Bürgermeister Ruffy Biazon hatte auf die möglichen Auswirkungen der bisherigen Trassenführung hingewiesen. Nach Angaben aus den aktuellen Beratungen wären rund 500 Familien beziehungsweise Grundstückseigentümer betroffen gewesen.
Das DPWH plant deshalb, einen Teil des Tunnels deutlich tiefer zu führen. Auf einer Strecke unter Muntinlupa soll der Tunnel in etwa 50 Metern Tiefe unter einem rund 2,3 Hektar großen Bereich verlaufen. Dadurch sollen offene Kanäle und Eingriffe an der Oberfläche weitgehend vermieden werden.
Ob damit sämtliche Konflikte um Grundstücke und Zugänge gelöst werden, ist noch offen. Auch bei tiefen Tunnelprojekten werden Bauflächen, Schächte, Zufahrten und technische Anlagen an der Oberfläche benötigt.
Projekt seit Jahrzehnten diskutiert
Die Idee eines Entlastungskanals von der Laguna de Bay zur Manila Bay ist nicht neu. Varianten eines Parañaque Spillway werden seit den 1970er-Jahren diskutiert. In den vergangenen Jahren wurde verstärkt eine unterirdische Lösung untersucht, um die dicht bebauten Gebiete südlich von Metro Manila möglichst wenig zu zerschneiden.
Das DPWH und die Japan International Cooperation Agency (JICA) hatten bereits 2022 über technische Varianten eines unterirdischen Kanals beraten. Nach den schweren Überschwemmungen der vergangenen Jahre erhielt das Projekt erneut politische Aufmerksamkeit.
Noch keine schnelle Lösung für aktuelle Überschwemmungen
Der jetzt diskutierte Spillway ist trotz der neuen Planung kein kurzfristiges Hochwasserschutzprojekt. Allein Planung, Finanzierung, Ausschreibung und Bau könnten sich über viele Jahre erstrecken. Nach aktuellen Angaben wird für die vollständige Umsetzung mit einem Zeitraum von bis zu zehn Jahren gerechnet.
Auch die endgültige Finanzierung ist noch nicht gesichert. Die neue Trassenführung ist deshalb vor allem ein wichtiger Planungsschritt: Sie kann einen zentralen sozialen Konflikt entschärfen, ersetzt aber noch keine Finanzierungsentscheidung und keinen Baubeginn.
Quellen:
- INQUIRER.net: „DPWH seeks MMC backing for Parañaque Spillway project“
- Department of Public Works and Highways: „DPWH, JICA Discuss Parañaque Spillway Project“







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