LUZON – An der Küste von Barangay Bagu in Abulug, Provinz Cagayan, ist am 9. August ein sehr junger Cuvier-Schnabelwal (Ziphius cavirostris) tot aufgefunden worden. – klajoo.com – Das Bureau of Fisheries and Aquatic Resources (BFAR) in Cagayan Valley identifizierte das Tier als weibliches Neugeborenes. Es war rund 1,90 Meter lang und wog etwa 60 Kilogramm.
Der Fund wurde von BFAR gemeinsam mit örtlichen Stellen dokumentiert. Eine gesicherte Todesursache wurde zunächst nicht bekanntgegeben. Gerade bei einem so jungen Tier wäre deshalb jede Vermutung über Krankheit, Verletzung, Nahrungsmangel, Fischereigerät oder Unterwasserschall spekulativ, solange keine Untersuchungsergebnisse vorliegen.
Art lebt normalerweise weit draußen im tiefen Meer
Cuvier-Schnabelwale gehören zu den am schwierigsten zu beobachtenden größeren Meeressäugern. Sie leben überwiegend in tiefen, offenen Meeresgebieten und verbringen nur vergleichsweise kurze Zeit an der Oberfläche. Dadurch werden lebende Tiere deutlich seltener gesehen als viele küstennähere Wal- und Delfinarten.
Die Art ist weltweit in tropischen, subtropischen und gemäßigten Meeren verbreitet und gilt nicht generell als seltene oder akut vom Aussterben bedrohte Walart. Ungewöhnlich sind vielmehr direkte Beobachtungen. Cuvier-Schnabelwale gehören zu den extremsten Tauchern unter den Säugetieren: dokumentiert sind Tauchgänge bis fast 3.000 Meter Tiefe und von deutlich mehr als zwei Stunden Dauer.
Ihre Lebensweise macht Strandungsfunde für Wissenschaftler besonders wertvoll. Kadaver können Hinweise auf Alter, Geschlecht, Ernährung, Krankheiten und mögliche Belastungen liefern, die bei lebenden Tieren auf offener See nur schwer zu untersuchen sind.
Nicht der erste Nachweis in Cagayan
Der aktuelle Fund ist nicht der erste dokumentierte Cuvier-Schnabelwal in Cagayan. Bereits 2016 verzeichnete BFAR Region 2 eine Strandung derselben Art in der Provinz. Das zeigt, dass die Tiere in den angrenzenden tiefen Meeresgebieten vorkommen, auch wenn sie von der Küste aus kaum beobachtet werden.
Schnabelwale stehen international außerdem im Fokus der Forschung zu starkem Unterwasserschall. Bei einzelnen Massenstrandungen in anderen Teilen der Welt wurden Zusammenhänge mit militärischem Sonar untersucht. Für den Fund in Abulug gibt es bislang jedoch keinen veröffentlichten Hinweis auf einen solchen Zusammenhang. Ohne entsprechende Befunde wäre eine Verbindung nicht gerechtfertigt.
Für die weitere Einordnung ist deshalb vor allem entscheidend, ob BFAR oder beteiligte Meeresbiologen noch Ergebnisse zur Untersuchung des Tieres veröffentlichen. Bis dahin bleibt der Fund vor allem ein seltener Einblick in eine Walart, die normalerweise weit entfernt von der Küste und in großer Tiefe lebt.
Quellen: Bureau of Fisheries and Aquatic Resources Region 2; Philippine Information Agency Cagayan Valley; Balyena.org; NOAA Fisheries; BFAR Region 2, Annual Report 2016. RM







Add Comment