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ERC will Mehrwertsteuer auf Stromverluste abschaffen – Verbraucher könnten 6 Milliarden Peso sparen

MANILA – Die philippinische Energy Regulatory Commission (ERC) will Verbraucher bei einem wenig sichtbaren Bestandteil ihrer Stromrechnung entlasten. – klajoo.com – Die Regulierungsbehörde schlägt vor, auf sogenannte Systemverluste künftig keine zwölf Prozent Mehrwertsteuer mehr zu erheben. Landesweit könnten Stromkunden dadurch nach Schätzung der ERC rund 6 Milliarden Peso pro Jahr sparen.

Die Änderung gilt noch nicht. Die ERC hat zunächst einen Entwurf zur Änderung ihrer bisherigen Regeln vorgelegt. Dazu läuft eine öffentliche Konsultation; außerdem muss die steuerliche Behandlung mit dem Bureau of Internal Revenue (BIR) abgestimmt werden.

Was sind Systemverluste?

Nicht jede Kilowattstunde, die ein Kraftwerk in das Netz einspeist, kommt vollständig beim Endkunden an. Ein Teil der Energie geht auf dem Weg durch Leitungen, Transformatoren und andere Netzkomponenten technisch verloren. Hinzu können nichttechnische Verluste kommen, etwa durch Stromdiebstahl, manipulierte Zähler oder Fehler bei Messung und Abrechnung.

Bestimmte Systemverluste dürfen Netz- und Verteilunternehmen innerhalb regulatorischer Grenzen an die Verbraucher weitergeben. Kunden bezahlen damit anteilig auch Strom, der erzeugt und eingekauft wurde, aber nicht als nutzbare Kilowattstunde bei ihnen ankommt.

Mehrwertsteuer soll nicht mehr auf den Verlustbetrag erhoben werden

Nach der bisherigen Praxis fällt auf den weitergegebenen Systemverlust zusätzlich Mehrwertsteuer an. Die ERC will diese Belastung streichen. In ihrem Entwurf bezeichnet sie den Systemverlust als staatlich regulierten durchlaufenden Kostenbestandteil, der nicht als eigentlicher Umsatz der Stromerzeuger, des Übertragungsnetzbetreibers oder der Verteilunternehmen behandelt werden soll.

Wichtig ist: Der Vorschlag schafft die Systemverlustgebühr selbst nicht ab. Verbraucher würden weiterhin den zulässigen Anteil dieser Verluste bezahlen. Entfallen soll lediglich die zusätzliche zwölfprozentige Mehrwertsteuer auf diesen Rechnungsposten.

Für einzelne Haushalte kleine, insgesamt große Wirkung

Für einen Haushalt mit einem monatlichen Verbrauch von etwa 200 Kilowattstunden nannte die ERC als Beispiel eine mögliche Entlastung von ungefähr 21 Peso pro Monat. Der Betrag ist für den einzelnen Haushalt überschaubar. Wegen der Millionen Stromkunden summiert sich die Wirkung nach Berechnung der Behörde jedoch auf rund 6 Milliarden Peso jährlich.

Wie hoch die tatsächliche Ersparnis ausfällt, hängt vom jeweiligen Versorgungsgebiet, dem zulässigen Systemverlust und der Höhe der Strompreise ab. Die Systemverlustquoten unterscheiden sich zwischen privaten Verteilunternehmen und den zahlreichen Electric Cooperatives.

Entscheidung frühestens nach Konsultation und BIR-Prüfung

Die ERC hat für den 25. August eine öffentliche Konsultation angesetzt; schriftliche Stellungnahmen sollen bereits vorher eingereicht werden können. ERC-Chairperson Francis Saturnino Juan hält eine abschließende Entscheidung Anfang September für möglich. Parallel ist jedoch eine klare steuerliche Bestätigung des BIR erforderlich.

Bis diese Schritte abgeschlossen sind, bleibt die Mehrwertsteuer Bestandteil der Rechnungen. Der Vorschlag ist damit eine mögliche, aber noch nicht wirksame Entlastung. Zugleich ändert er nichts an der längerfristigen Aufgabe, technische und nichttechnische Netzverluste selbst zu verringern.

Quellen: Energy Regulatory Commission; Bureau of Internal Revenue; GMA News. RM

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