MANILA – Die Währungsreserven der Philippinen sind Ende Juli 2026 auf vorläufig 103,38 Milliarden US-Dollar gesunken. – klajoo.com – Einen Monat zuvor hatte die Bangko Sentral ng Pilipinas noch 104,75 Milliarden US-Dollar ausgewiesen. Damit erreichten die Brutto-Währungsreserven den niedrigsten Stand seit etwa eineinhalb Jahren.
Nach Angaben der Zentralbank wirkten sich unter anderem ihre Devisengeschäfte sowie Zahlungen der Regierung für Auslandsschulden auf den Reservestand aus. Solche Bewegungen sind grundsätzlich Teil der normalen Verwaltung der staatlichen Devisenposition.
Trotz des Rückgangs bleiben die Reserven hoch. Nach Berechnungen der Zentralbank reichen die Reserven weiterhin aus, um Importe sowie Zahlungen für Dienstleistungen und Primäreinkommen für knapp sieben Monate abzudecken. Zudem entsprechen sie etwa dem 3,6-Fachen der kurzfristigen Auslandsverbindlichkeiten nach der von der Zentralbank verwendeten Berechnung.
Wofür die Reserven gebraucht werden
Zu den Brutto-Währungsreserven gehören unter anderem Devisenanlagen, Gold, Sonderziehungsrechte des Internationalen Währungsfonds und die Reserveposition der Philippinen beim Fonds. Sie dienen als finanzieller Puffer für internationale Zahlungen und können der Zentralbank Handlungsspielraum geben, wenn an den Devisenmärkten außergewöhnliche Spannungen entstehen.
Ein sinkender Reservestand ist deshalb aufmerksam zu beobachten, bedeutet aber nicht automatisch eine Devisenkrise. Entscheidend ist, ob die Reserven über längere Zeit stark zurückgehen und ob gleichzeitig Kapitalabflüsse, hohe Auslandsschulden oder erhebliche Probleme bei der Finanzierung von Importen auftreten.
Die weitere Entwicklung dürfte besonders im Zusammenhang mit dem Peso-Wechselkurs, den internationalen Energiepreisen und den Zahlungen auf Auslandsschulden wichtig bleiben.
Quellen: Bangko Sentral ng Pilipinas, Statistiken zu den Brutto-Währungsreserven; Philippine Star, 8. August 2026. RM







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