MANILA – Im Plunder-Verfahren gegen den früheren Sprecher des Repräsentantenhauses, Martin Romualdez, nimmt das Verfahren über eine mögliche Freilassung gegen Kaution konkrete Formen an. – klajoo.com – Seine Verteidigung kündigte an, am 28. September einen Kautionsantrag einzureichen. Die Anhörungen sollen nach bisherigem Gerichtsfahrplan am 12. Oktober beginnen und bis 12. November jeweils montags, dienstags und donnerstags stattfinden.
Die Staatsanwaltschaft plant nach Angaben von Radyo Pilipinas, für die Kautionsfrage 23 Zeugen aufzurufen. Für das spätere Hauptverfahren seien insgesamt bis zu 96 Zeugen vorgesehen. Die Verteidigung rechnet für die Kautionsanhörung zunächst mit drei oder vier eigenen Zeugen und will im Hauptverfahren möglicherweise auch Romualdez selbst aussagen lassen.
Romualdez hat sich in dem Plunder-Verfahren nicht schuldig bekannt. Ihm und weiteren Beschuldigten wird im Zusammenhang mit staatlichen Infrastrukturprojekten ein mutmaßliches Kickback-System in Milliardenhöhe vorgeworfen. Diese Vorwürfe sind Gegenstand des laufenden Verfahrens und nicht rechtskräftig festgestellt.
Plunder gehört auf den Philippinen grundsätzlich zu den nicht automatisch kautionsfähigen Straftaten. Eine Freilassung kann jedoch möglich sein, wenn das Gericht nach einer Beweisanhörung zu dem Ergebnis kommt, dass die Beweislage für eine Schuld nicht stark genug ist. Deshalb wird die Kautionsphase bereits einen erheblichen Teil der Beweise und Zeugenaussagen vorwegnehmen. – RM
Quellen:
- Radyo Pilipinas – 96 na testigo, ihaharap ng prosekusyon sa paglilitis kay Romualdez
- Philippine News Agency – Romualdez pleads not guilty to plunder case
- Daily Tribune – No bail petition ‘yet’ for Romualdez







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