MANILA – Das philippinische Landwirtschaftsministerium will die Importzölle auf Schweinefleisch wieder deutlich anheben. – klajoo.com – Landwirtschaftsminister Francisco Tiu Laurel Jr. schlägt zunächst eine Erhöhung von derzeit 25 auf 35 Prozent vor. Zum 1. Januar soll der Satz nach Möglichkeit wieder auf 40 Prozent steigen und damit auf das Niveau vor den wegen der Afrikanischen Schweinepest vorgenommenen Zollsenkungen zurückkehren.
Hintergrund sind stark gesunkene Erzeugerpreise. Nach Angaben des Ministeriums lag der Preis ab Hof im August bei rund 150 Peso je Kilogramm, nach etwa 215 Peso im Juni 2025. Schweinehalter hatten zuletzt Preise von teilweise nur 120 bis 160 Peso gemeldet und einen Richtwert von 210 Peso gefordert. Das Ministerium besitzt allerdings keine Rechtsgrundlage, einen solchen Mindestpreis verbindlich durchzusetzen.
Zusätzlich soll für gefrorene Schweinebacken eine eigene Zollposition geschaffen werden. Das Produkt wird wegen seiner bisherigen tariflichen Behandlung verstärkt eingeführt und konkurriert nach Darstellung des Ministeriums mit lokal produziertem Schweinefleisch.
Die geplante Zollerhöhung ist noch keine beschlossene Maßnahme. Sie soll lokale Produzenten vor weiterem Preisdruck schützen, kann zugleich aber importiertes Schweinefleisch verteuern. Hinzu kommt, dass das Landwirtschaftsministerium den jüngsten Preisverfall nicht allein auf Importe zurückführt: Anfang September verwies es auch darauf, dass Schweinehalter aus Angst vor Krankheitsausbrüchen Tiere vorzeitig verkaufen. Für die Wirkung höherer Zölle ist deshalb entscheidend, wie groß der Anteil von Importdruck, Überangebot und krankheitsbedingtem Verkaufsdruck tatsächlich ist. – RM
Quellen:
- Philippine News Agency – DA, stakeholders back phased pork tariff hikes to protect hog raisers
- Philippine News Agency – ‘Fastbreak’ selling, not imports, behind lower pork prices – DA
- Department of Agriculture – DA backs industry P210 hog floor price proposal







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