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Manila

Neues Gesetz gibt DepEd mehr Freiheit bei Unterrichtsmethoden

MANILA – Das philippinische Bildungsministerium erhält mehr Spielraum bei der Wahl von Unterrichtsmethoden für den grundlegenden Bildungsgang. Republic Act No. 12322 wurde am 2. August 2026 ohne Unterschrift des Präsidenten zum Gesetz. – klajoo.com – Ein solches Gesetz kommt zustande, wenn der Präsident eine vom Kongress beschlossene Vorlage innerhalb der verfassungsrechtlichen Frist weder unterzeichnet noch mit einem Veto zurückweist.

Das neue Gesetz ändert den Enhanced Basic Education Act von 2013. Dieser schrieb bislang ausdrücklich mehrere pädagogische Ansätze vor: Der Unterricht sollte konstruktivistisch, forschend, reflektierend, gemeinschaftlich und integrativ ausgerichtet sein. Außerdem war die sogenannte Spiralprogression gesetzlich vorgegeben. Dabei werden Themen in späteren Klassenstufen erneut aufgegriffen und schrittweise vertieft.

Künftig soll das Department of Education, kurz DepEd, den Ansatz verwenden können, den es jeweils für am wirksamsten hält, damit Lernende nach jeder Bildungsstufe die vorgesehenen Kenntnisse und Fähigkeiten beherrschen. Das bedeutet nicht, dass die bisherigen Methoden oder die Spiralprogression verboten werden. Sie verlieren jedoch ihren Status als zwingende gesetzliche Vorgabe und können weiter eingesetzt werden, wenn das Ministerium sie für geeignet hält.

Fünfjährige Überprüfung des Lehrplans

Republic Act No. 12322 verpflichtet das Bildungsministerium zusätzlich zu einer umfassenden Überprüfung des Lehrplans im Abstand von fünf Jahren. Dabei soll bewertet werden, ob Inhalte, Reihenfolge, Methoden und Lernziele noch relevant und wirksam sind. Eine regelmäßige Überprüfung kann verhindern, dass einmal gesetzlich festgeschriebene Modelle trotz erkennbarer Probleme unverändert fortgeführt werden.

Die größere Flexibilität ist aber nur dann ein Fortschritt, wenn Entscheidungen auf belastbaren Lernergebnissen, Erprobungen und der Erfahrung von Lehrkräften beruhen. Ein häufiger Methodenwechsel ohne ausreichende Materialien und Fortbildungen könnte Schulen zusätzlich belasten. Besonders wichtig wird deshalb, ob DepEd klare Kriterien festlegt, nach denen neue oder veränderte Ansätze ausgewählt und später bewertet werden.

Nicht automatisch mehr Freiheit für jede einzelne Schule

Das Gesetz überträgt die Entscheidungsfreiheit zunächst dem Bildungsministerium. Daraus folgt nicht automatisch, dass jede Schule oder jede Lehrkraft völlig unabhängig einen eigenen Lehrplan wählen kann. DepEd bleibt für nationale Standards, Lernziele, Materialien und die Umsetzung des K-to-12-Systems verantwortlich. Wie viel Spielraum Regionen, Schulbezirke und einzelne Schulen erhalten, hängt von den künftigen Richtlinien des Ministeriums ab.

Das Gesetz tritt 15 Tage nach seiner Veröffentlichung im Official Gazette oder in einer Zeitung mit landesweiter Verbreitung in Kraft. Für die praktische Wirkung sind anschließend Umsetzungsrichtlinien, Lehrplanentscheidungen, Fortbildungsangebote und geeignete Unterrichtsmaterialien entscheidend. Erst daran wird sich zeigen, ob die neue Flexibilität zu besseren Lernergebnissen führt oder lediglich eine gesetzliche Vorgabe durch eine ministerielle Entscheidung ersetzt.

Quellen: Republic Act No. 12322, Mitteilung des Presidential Communications Office und der Philippine Information Agency, 6. August 2026; Republic Act No. 10533, Enhanced Basic Education Act von 2013; EDCOM 2 und öffentliche Erläuterungen zur Flexibilisierung der pädagogischen Ansätze. RM

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