MANILA – Die philippinische Regierung verlängert den Kraftstoffrabatt für berechtigte Fahrer und Betreiber öffentlicher Verkehrsmittel bis Ende August 2026. – klajoo.com – Die bisherige Unterstützung von zehn Peso je Liter bleibt damit vorerst bestehen.
Eine Verdoppelung des Rabatts auf 20 Peso je Liter und eine vorläufige Fahrpreiserhöhung werden innerhalb der Regierung weiterhin beraten. Eine Entscheidung darüber liegt noch nicht vor.
Der für den 10. bis 12. August angekündigte dreitägige Verkehrsstreik von Manibela und weiteren Verkehrsverbänden ist durch die Verlängerung der Subvention nicht automatisch abgesagt.
Bis zu 1.500 Peso Rabatt pro Woche
Das Programm richtet sich vor allem an registrierte öffentliche Jeepneys und UV-Express-Fahrzeuge mit gültiger Konzession.
Der Rabatt beträgt zehn Peso je Liter und gilt für höchstens 150 Liter je Fahrzeug und Woche. Daraus ergibt sich eine maximale Unterstützung von 1.500 Peso pro Woche.
Beim landesweiten Start des Programms waren nach Angaben des Land Transportation Franchising and Regulatory Board, der Genehmigungs- und Regulierungsbehörde für den Landverkehr, 141.724 Fahrzeuge in der Datenbank registriert. Der Rabatt konnte damals an 4.299 teilnehmenden Tankstellen genutzt werden.
An der Tankstelle wird das Kennzeichen des Fahrzeugs über eine von der Land Bank of the Philippines unterstützte digitale Plattform geprüft. Ist das Fahrzeug als berechtigt eingetragen, wird der Rabatt direkt vom zu zahlenden Kraftstoffpreis abgezogen. Bargeldauszahlungen oder gedruckte Gutscheine sind nicht erforderlich.
Regierung berät über 20 Peso je Liter
Der Präsidentenpalast bestätigte am 4. August, dass der bestehende Rabatt von zehn Peso je Liter zunächst bis zum 31. August fortgeführt wird.
Die Wirtschaftsberater von Präsident Ferdinand Marcos Jr. beraten gleichzeitig über eine zeitlich begrenzte Erhöhung auf 20 Peso je Liter. Nach Angaben des Vorsitzenden der Verkehrsbehörde, Vigor Mendoza, würden für einen solchen einmonatigen Rabatt etwa 4,5 Milliarden Peso benötigt.
Das Verkehrsministerium hatte bereits zuvor erklärt, dass es eine Ausweitung der gezielten Kraftstoffhilfe gegenüber einer allgemeinen Fahrpreiserhöhung bevorzuge. Geprüft werden sowohl ein höherer Rabatt von 15 oder 20 Peso je Liter als auch eine Erhöhung der wöchentlich geförderten Kraftstoffmenge.
Nach Auffassung des Ministeriums würde eine direkte Unterstützung der Fahrer und Betreiber die gestiegenen Betriebskosten abfedern, ohne gleichzeitig alle Fahrgäste mit höheren Preisen zu belasten.
Für die Fortsetzung des Programms stehen nach Regierungsangaben 2,5 Milliarden Peso aus weitergeführten Haushaltsmitteln des Jahres 2025 zur Verfügung. Präsident Marcos hatte die beteiligten Behörden bereits im Juli angewiesen, die Unterstützung fortzusetzen.
Streit über Fahrpreiserhöhung nicht gelöst
Manibela und weitere Verkehrsgruppen kündigten nach einer Anhörung der Verkehrsbehörde einen dreitägigen Streik vom 10. bis 12. August an. Sie fordern angesichts der hohen Dieselpreise eine vorläufige Erhöhung der Fahrpreise.
Die Verkehrsbehörde will ihre Empfehlung zu einer möglichen zwischenzeitlichen Fahrpreisanpassung an den Präsidentenpalast übermitteln. Eine endgültige Entscheidung wurde noch nicht bekannt gegeben.
Eine kleinere Senkung der Kraftstoffpreise zu Beginn der Woche änderte nach Darstellung von Manibela nichts an der wirtschaftlichen Belastung vieler Fahrer. Der Verband verweist neben dem Dieselpreis auch auf Wartungskosten, tägliche Abgaben an Fahrzeughalter und andere Betriebsausgaben.
Der Präsidentenpalast rief die Verbände dazu auf, auf den Streik zu verzichten und stattdessen die Gespräche mit der Regierung fortzusetzen. Eine entsprechende Zusage der Organisatoren oder eine offizielle Absage des Ausstands lag zum Berichtszeitpunkt jedoch nicht vor.
Keine automatische Entwarnung für Fahrgäste
Die Verlängerung des Kraftstoffrabatts entschärft einen Teil der finanziellen Belastung, erfüllt aber nicht automatisch die Forderung nach einer Fahrpreiserhöhung. Auch über den diskutierten Rabatt von 20 Peso je Liter ist noch nicht entschieden.
Fahrgäste sollten deshalb weiterhin mit möglichen Einschränkungen vom 10. bis 12. August rechnen. Wie stark einzelne Städte und Provinzen betroffen sein werden, hängt davon ab, welche Verbände und lokalen Fahrergruppen sich tatsächlich beteiligen.
Vor Beginn des Streiks müssen insbesondere die teilnehmenden Verkehrsverbände, betroffene Strecken, mögliche kostenlose Ersatzfahrten sowie Entscheidungen zu Schulen und Behörden erneut aktualisiert werden.
Quellen: Präsidentenpalast und Philippine Information Agency; Land Transportation Franchising and Regulatory Board; Department of Transportation; Land Bank of the Philippines über SunStar; The Philippine Star; GMA News / RM







Add Comment