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Manila

Philippinen erhalten 6,78 Millionen US-Dollar zur Vorbereitung neuer Klimaprojekte

MANILA – Die Philippinen erhalten vom Green Climate Fund 6,78 Millionen US-Dollar für ein fünfjähriges Programm zur Vorbereitung und Finanzierung von Klimaschutz- und Anpassungsprojekten. – klajoo.com – Das entspricht nach der von der Regierung verwendeten Umrechnung etwa 418 Millionen Peso.

Das Geld ist nicht unmittelbar für den Bau von Deichen, Evakuierungszentren, Wasserspeichern oder erneuerbaren Energieanlagen vorgesehen.

Es handelt sich um technische und institutionelle Unterstützung. Behörden sollen damit bessere Projekte entwickeln, Finanzierungsanträge vorbereiten, Klimadaten verwalten und die Umsetzung später bewilligter Vorhaben kontrollieren.

Die Philippinen sind nach Angaben des Finanzministeriums das erste Land in Asien und im Pazifik, das eine solche Readiness-Finanzierung aus der zweiten Wiederauffüllungsperiode des Green Climate Fund erhält.

Der Fonds unterstützt Entwicklungsländer bei Maßnahmen gegen den Klimawandel. Dabei unterscheidet er zwischen Geldern für konkrete Projekte und vorbereitender Unterstützung.

Readiness-Programme sollen verhindern, dass gute Projektideen an unvollständigen Unterlagen, fehlenden Risikoanalysen, ungeklärten Zuständigkeiten oder mangelnder Erfahrung mit internationalen Finanzierungsanforderungen scheitern.

Das neue Programm soll unter anderem die Climate Change Commission und das Finanzministerium stärken.

Geplant sind verbesserte Systeme zur Erfassung von Klimafinanzierung, eine größere Beteiligung lokaler Behörden und die Entwicklung einer Pipeline von Projekten, die später beim Green Climate Fund oder anderen Geldgebern eingereicht werden können.

Besondere Schwerpunkte liegen auf widerstandsfähigen Gemeinden, sauberer Energie, Wasser- und Ernährungssicherheit sowie dem Schutz besonders gefährdeter Bevölkerungsgruppen.

Die Philippinen beziffern ihren gesamten Finanzierungsbedarf für die Umsetzung der nationalen Klimaziele bis 2030 auf rund 72 Milliarden US-Dollar.

Vor diesem Hintergrund sind 6,78 Millionen US-Dollar ein vergleichsweise kleiner Betrag.

Der Wert der Förderung hängt deshalb vor allem davon ab, ob daraus größere, tatsächlich finanzierte und umgesetzte Projekte entstehen.

Die Philippinen haben bereits Erfahrungen mit solchen Vorbereitungsprogrammen.

Von 2016 bis 2019 lief ein erstes Green-Climate-Fund-Readiness-Programm mit einem Finanzierungsvolumen von rund 1,34 Millionen US-Dollar. Das Geld wurde vom deutschen Umweltministerium bereitgestellt und über das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen verwaltet.

Dieses Programm finanzierte ebenfalls keine großen Bauwerke. Es sollte Behörden und Finanzinstitutionen in die Lage versetzen, auf Gelder des Green Climate Fund zuzugreifen.

Ein konkretes Ergebnis war die Zulassung der Land Bank of the Philippines als erste philippinische Institution mit direktem Zugang zum Green Climate Fund.

Dadurch können nicht nur internationale Organisationen, sondern auch eine philippinische Bank Projektvorschläge einreichen und bewilligte Programme betreuen.

Das erste Programm unterstützte außerdem die Entwicklung eines landesweiten Systems für frühzeitige, auf möglichen Auswirkungen beruhende Unwetterwarnungen.

Der Green Climate Fund bewilligte dafür 2019 einen Zuschuss von zehn Millionen US-Dollar. Das Projekt soll Wettervorhersagen stärker mit Informationen darüber verbinden, welche Orte, Menschen und Infrastruktur durch ein Ereignis gefährdet sind.

Vorbereitet wurde außerdem das Philippine Eastern Seaboard Coastal Resilience Project. Es soll Küstengemeinden an der östlichen Seite des Landes widerstandsfähiger gegen Taifune, Sturmfluten, Erosion und steigende Meeresspiegel machen.

Die erste Runde erzielte damit nachweisbare institutionelle Ergebnisse: Eine philippinische Bank wurde zugelassen und mindestens ein größeres Projekt erhielt eine eigene GCF-Finanzierung.

Das bedeutet jedoch nicht, dass sich der Erfolg bereits vollständig an weniger Katastrophenschäden oder besser geschützten Gemeinden messen lässt.

Zwischen der Entwicklung eines Projektantrags, der Bewilligung, der praktischen Umsetzung und messbaren Ergebnissen können mehrere Jahre liegen.

Auch die neue Förderung ist deshalb zunächst eine Investition in Verwaltung, Planung und Finanzierungskompetenz.

Kritisch ist die Frage, wie viel des Geldes für Studien, Berater, Workshops und Verwaltung verwendet wird und wie viel davon tatsächlich zu umsetzbaren Projekten führt.

Die Regierung sollte regelmäßig offenlegen, welche Projektvorschläge aus dem Programm entstehen, welche Finanzierungen beantragt werden und welche Projekte später gebaut oder praktisch umgesetzt werden.

Nur dann lässt sich beurteilen, ob aus 6,78 Millionen US-Dollar Vorbereitung später ein Vielfaches an wirksamen Klimainvestitionen entsteht. – Quelle: Department of Finance, Climate Change Commission und Green Climate Fund / RM

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