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17 Menschen nach Untergang eines vietnamesischen Frachtschiffs vermisst

LUZON – Nach dem Untergang eines vietnamesischen Frachtschiffs in den umstrittenen Spratly Islands suchen Rettungskräfte aus Vietnam, China und den Philippinen nach 17 vermissten Besatzungsmitgliedern. – klajoo.com – Das Frachtschiff Khoi Nguyen 18 geriet bei schwerem Wetter nahe Fiery Cross Reef in Seenot und sank. An Bord befanden sich 62 vietnamesische Staatsangehörige.

Nach dem am Sonntag veröffentlichten Stand wurden 45 Menschen gerettet. Die Suche nach den verbleibenden 17 Besatzungsmitgliedern dauerte an.

Erste Berichte hatten lediglich 39 Gerettete und 23 Vermisste genannt. Die Zahlen wurden im Verlauf der Rettungsaktion aktualisiert, nachdem weitere Überlebende gefunden worden waren.

Das Frachtschiff war knapp 70 Meter lang. Eine chinesische Rettungseinheit bemerkte am Samstagabend eine Notrakete des Frachters.

Ein chinesisches Rettungsschiff fand später eine Rettungsinsel mit 29 Menschen etwa 38 Seemeilen nördlich von Fiery Cross Reef. Bei weiteren Rettungsaktionen erhöhte sich die Zahl der Geretteten auf 45.

Vietnam entsandte eigene Einheiten und koordinierte die Suche mit China sowie mit Schiffen in der Umgebung. Auch vietnamesische Fischer beteiligten sich.

Die Philippine Coast Guard stellte auf Ersuchen Vietnams ein Patrouillenschiff und ein Flugzeug für die Suchaktion bereit.

Nach Angaben der philippinischen Küstenwache wird ein Suchplanungssystem eingesetzt, um mögliche Driftwege der Vermissten und erfolgversprechende Suchgebiete zu berechnen.

Außerdem wurde eine Navigationswarnung an Schiffe in der Region herausgegeben. Vorbeifahrende Einheiten wurden gebeten, nach Menschen, Rettungsinseln oder Trümmern Ausschau zu halten und Hilfe zu leisten, sofern dies sicher möglich ist.

China setzte Rettungsschiffe und Hubschrauber ein. Das vietnamesische Außenministerium bedankte sich ausdrücklich für die schnelle chinesische Unterstützung.

Das Unglück ereignete sich nahe Fiery Cross Reef, vietnamesisch Ðá Ch? Th?p und chinesisch Yongshu Jiao genannt.

Das Riff gehört zu den Spratly Islands und wird von China kontrolliert. Peking hat dort eine große künstliche Insel mit Landebahn, Hafenanlagen und militärischer Infrastruktur errichtet.

Auch Vietnam und die Philippinen beanspruchen Gebiete innerhalb der Spratly Islands. Das Schiffsunglück steht nach bisherigem Stand jedoch nicht im Zusammenhang mit dem Territorialkonflikt.

Als Ursache wurden schwere Wetterbedingungen genannt. Hinweise auf eine Konfrontation mit einem staatlichen Schiff oder eine militärische Einwirkung liegen nicht vor.

Bemerkenswert ist die internationale Zusammenarbeit. Trotz erheblicher Spannungen im Südchinesischen Meer beteiligen sich vietnamesische, chinesische und philippinische Kräfte an derselben Rettungsaktion.

Die Zusammenarbeit folgt internationalen Regeln der Seenotrettung. Bei einem Schiffsunglück steht die Rettung menschlichen Lebens grundsätzlich unabhängig von Staatsangehörigkeit und territorialen Ansprüchen im Vordergrund.

Der weitere Verlauf hängt stark vom Wetter und von der Zeit seit dem Untergang ab. Wind, Wellen und Strömung können Überlebende, Rettungsmittel und Trümmer über ein großes Gebiet verteilen.

Die Zahl der Geretteten und Vermissten kann sich deshalb kurzfristig erneut ändern. – Quelle: Vietnamesisches Außenministerium, Philippine Coast Guard sowie internationale Agenturberichte / RM

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