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Philippinen planen landesweites Netz großer Lebensmittelzentren

MANILA – Die staatliche Food Terminal Inc. beschleunigt den Aufbau eines landesweiten Netzes von Lebensmittel- und Logistikzentren. – klajoo.com – Die Anlagen sollen Erzeuger direkter mit Märkten verbinden, Kühlketten verbessern und Verluste zwischen Ernte, Lagerung und Verkauf verringern.

Geplant sind fünf große Mega Food Hubs in Clark/Pampanga, Tiaong/Quezon, Manolo Fortich/Bukidnon, Camarines Sur und Cebu.

Ergänzt werden sollen diese Anlagen durch 16 regionale Lebensmittelterminals. Auch der Commonwealth Market in Quezon City soll in das künftige Netzwerk eingebunden werden.

Nach Angaben der Food Terminal Inc. werden für die Projekte etwa 20 Milliarden Peso benötigt. Die vollständige Umsetzung soll mehrere Jahre dauern. Ein Teil der Anlagen soll noch vor dem Ende der Amtszeit von Präsident Ferdinand Marcos Jr. den Betrieb aufnehmen.

Ein Mega Kadiwa Food Hub in Taguig soll nach dem derzeitigen Zeitplan im Oktober 2026 fertiggestellt werden. Regionale Zentren in Cebu und Lingayen werden bereits für die Lagerung und Verteilung von Lebensmitteln vorbereitet.

Die geplanten Anlagen sollen Lagerhäuser, Kühlräume, Handelsflächen und moderne Verteilzentren verbinden. Dadurch sollen landwirtschaftliche Erzeugnisse schneller von Produktionsgebieten zu Großmärkten, Einzelhändlern und staatlichen Verkaufsstellen gelangen.

Eine funktionierende Kühlkette ist besonders für Fisch, Fleisch, Obst, Gemüse und andere leicht verderbliche Waren wichtig. Fehlen gekühlte Lager und Transporte, können Produkte verderben, bevor sie den Verbraucher erreichen.

Verluste nach der Ernte verringern nicht nur das Einkommen von Landwirten und Fischern. Sie können auch das Angebot auf den Märkten verkleinern und dadurch die Verbraucherpreise erhöhen.

Die Food Terminal Inc. will außerdem Zwischenstufen im Handel reduzieren. Landwirte und Fischer sollen größere Mengen direkt an die Zentren liefern können und dadurch Zugang zu zusätzlichen Käufern erhalten.

Eine Verkürzung der Lieferkette führt jedoch nicht automatisch zu höheren Erzeugerpreisen oder niedrigeren Verbraucherpreisen. Entscheidend ist, welche Gebühren die Zentren verlangen, wer ihre Dienstleistungen nutzen kann und wie Einkaufspreise festgelegt werden.

Zu prüfen ist auch, ob kleine Produzenten ausreichende Mengen liefern oder Transporte zu den Zentren organisieren können. Ohne Sammelstellen, Genossenschaften oder staatliche Unterstützung könnten größere Betriebe stärker profitieren als einzelne Kleinbauern.

Für den Standort Clark sind vor dem Baubeginn Bodenuntersuchungen und Sicherheitsprüfungen vorgesehen. Das Gelände soll unter anderem auf nicht explodierte Kampfmittel untersucht werden.

Die Anlagen sollen zugleich das staatliche Kadiwa-Programm unterstützen. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums bestehen inzwischen 807 Kadiwa-Verkaufsstellen. Über sie wurden mehr als 120.000 Tonnen landwirtschaftlicher Waren verkauft.

Kadiwa soll Lebensmittel unter Umgehung eines Teils der üblichen Zwischenhändler günstiger an Verbraucher bringen. Das Programm steht jedoch regelmäßig vor der Herausforderung, ausreichend Waren zuverlässig und dauerhaft an seine Standorte zu liefern.

Die neuen Lebensmittelzentren könnten Lagerung und Verteilung verbessern. Ob sie dauerhaft niedrigere Preise ermöglichen, hängt aber auch von Produktionsmengen, Weltmarktpreisen, Importen, Treibstoffkosten und regionaler Nachfrage ab.

Der Erfolg des Programms sollte deshalb nicht nur an gebauten Hallen und Kühlräumen gemessen werden. Entscheidend sind geringere Lebensmittelverluste, höhere Einkommen der Erzeuger, niedrigere Logistikkosten und tatsächlich günstigere Preise für Verbraucher. – Quelle: Department of Agriculture und Food Terminal Inc. / RM

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