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Patiententransportfahrzeuge für alle Kommunen – Feuerwehrprogramm soll folgen

MANILA – Die philippinische Regierung erklärt ihr landesweites Programm zur Verteilung von Patiententransportfahrzeugen für abgeschlossen. – klajoo.com – Nach Angaben des Präsidialamts verfügen nun sämtliche Provinzen, Städte und Gemeinden über mindestens ein Fahrzeug, mit dem Patienten kostenlos zu medizinischen Einrichtungen gebracht werden können.

Gleichzeitig kündigte Präsident Ferdinand Marcos Jr. ein vergleichbares Programm für Feuerwehrfahrzeuge an. Viele Gemeinden besitzen bislang kein eigenes Löschfahrzeug oder müssen veraltete Fahrzeuge einsetzen.

Die Patient Transport Vehicles wurden über die Philippine Charity Sweepstakes Office finanziert und verteilt. Die staatliche Lotteriegesellschaft erhielt den Auftrag, allen Städten und Gemeinden mindestens ein Fahrzeug bereitzustellen.

Bei einer abschließenden Übergabe in San Fernando in Pampanga wurden 34 weitere Fahrzeuge an lokale Gebietskörperschaften in Northern und Central Luzon verteilt. Davon gingen 14 nach Central Luzon, jeweils sechs in die Cordillera Administrative Region und die Ilocos Region sowie acht nach Cagayan Valley.

Die Fahrzeuge sind mit einer Trage, einem Spineboard zur Stabilisierung von Verletzten, einem Rollstuhl, einem Blutdruckmessgerät, einem Erste-Hilfe-Kasten und einem Sauerstoffsystem ausgestattet.

Hinzu kommen ein Feuerlöscher und eine Warneinrichtung für Pannen oder Notfälle.

Patiententransportfahrzeuge sind nicht automatisch vollwertige Rettungswagen. Ein Rettungswagen verfügt je nach Ausstattung über weitergehende medizinische Geräte und wird gewöhnlich von speziell ausgebildetem Personal begleitet.

Die neu verteilten Fahrzeuge sollen vor allem Patienten zwischen Wohnort, Krankenhaus, Gesundheitsstation oder anderen medizinischen Einrichtungen transportieren.

Besonders wichtig sind sie in ländlichen und abgelegenen Gemeinden, in denen öffentliche Verkehrsmittel selten fahren und private Transporte teuer sind.

Der kostenlose Transport kann Familien entlasten, die regelmäßige Krankenhausbesuche, Dialysebehandlungen, Untersuchungen oder Nachsorgetermine organisieren müssen.

Die Verteilung eines Fahrzeugs allein garantiert jedoch noch keinen verlässlichen Dienst. Gemeinden müssen Fahrer, Treibstoff, Wartung, Versicherungen und Ersatzteile finanzieren.

Hinzu kommt die Frage, nach welchen Regeln die Fahrzeuge angefordert werden können. Werden nur Notfälle befördert oder auch planbare Behandlungen? Wer entscheidet über die Reihenfolge, wenn mehrere Patienten gleichzeitig einen Transport benötigen?

Unklar bleibt außerdem, wie viele Fahrzeuge insgesamt verteilt wurden. Die Regierung spricht von einer vollständigen Ausstattung aller Provinzen, Städte und Gemeinden, veröffentlichte in der aktuellen Mitteilung aber keine zusammengefasste landesweite Stückzahl.

Als nächstes will die Regierung Feuerwehrfahrzeuge nach einem ähnlichen Modell verteilen. Die Finanzierung sei vorhanden, die Fahrzeuge seien bestellt und die Beschaffung laufe.

Das Department of the Interior and Local Government soll das Programm umsetzen. Ziel ist, jede lokale Gebietskörperschaft mit einem Feuerwehrfahrzeug auszustatten.

Die Regierung räumt damit ein, dass zahlreiche Gemeinden bisher kein eigenes Löschfahrzeug besitzen oder auf veraltete Einheiten angewiesen sind.

Auch bei Feuerwehrfahrzeugen reicht die Beschaffung allein nicht aus. Benötigt werden ausgebildete Besatzungen, funktionierende Hydranten oder andere Wasserquellen, Geräte zur Brandbekämpfung, Schutzkleidung, regelmäßige Wartung und ausreichend Treibstoff.

In dicht bebauten Gebieten können zudem schmale Straßen und schwer zugängliche Wohnviertel den Einsatz erschweren. In ländlichen Gemeinden verlängern große Entfernungen die Anfahrtszeit.

Noch fehlen Angaben zur Zahl der bestellten Feuerwehrfahrzeuge, zu den Fahrzeugtypen, den Kosten und dem Lieferplan.

Die Wirkung beider Programme sollte deshalb später nicht nur anhand der Übergabezeremonien beurteilt werden. Entscheidend ist, ob die Fahrzeuge einsatzbereit bleiben, ausreichend Personal vorhanden ist und Patienten beziehungsweise Brandorte tatsächlich schneller erreicht werden. – Quelle: Präsidialamt und Philippine Information Agency / RM

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