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Zwei philippinische Seeleute bei Drohnenangriffen im Schwarzen Meer getötet

MANILA – Zwei philippinische Seeleute sind bei Drohnenangriffen auf Handelsschiffe im nördlichen Schwarzen Meer getötet worden. – klajoo.com – Zwölf weitere wurden verletzt, ein Seemann wird noch vermisst.

Nach Angaben des Department of Migrant Workers waren neun Handelsschiffe mit insgesamt 139 philippinischen Besatzungsmitgliedern von den Angriffen betroffen.

Von den 139 Seeleuten blieben 124 unverletzt. Vier der zwölf Verletzten wurden bereits auf die Philippinen zurückgebracht. Acht befinden sich noch in medizinischer Behandlung und erhalten nach Regierungsangaben auch psychologische Unterstützung.

Die Behörden arbeiten an der Überführung der beiden getöteten Seeleute. Zugleich laufen Suchmaßnahmen nach dem vermissten Besatzungsmitglied.

Philippinische Seeleute waren bereits früher von Angriffen auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer betroffen. Im Februar 2022 wurde vor Odessa ein Schiff mit 21 philippinischen Besatzungsmitgliedern von einer Rakete getroffen; ein Filipino wurde verletzt. Im November 2023 traf eine russische Rakete die Kmax Ruler in einem ukrainischen Hafen. Vier der 25 philippinischen Seeleute an Bord wurden verletzt.

Die aktuellen Angriffe haben mit zwei Toten, zwölf Verletzten und einem Vermissten jedoch deutlich schwerere Folgen.

Das Department of Migrant Workers koordiniert die Hilfe mit den zuständigen Bemannungsagenturen, den Reedereien und den philippinischen Botschaften.

Der nördliche Teil des Schwarzen Meeres ist von der philippinischen Regierung als Hochrisiko- und Kriegsgebiet eingestuft. Für Fahrten in solche Gebiete gelten besondere Schutzvorgaben.

Reedereien und Bemannungsagenturen müssen ihre Routen nach Möglichkeit so planen, dass offiziell ausgewiesene Gefahrenzonen vermieden werden.

Philippinische Seeleute haben außerdem das Recht, eine Fahrt in ein Kriegsgebiet vor Reisebeginn abzulehnen. Daraus dürfen ihnen keine Nachteile bei einer späteren Beschäftigung entstehen.

Nach Angaben des Department of Migrant Workers haben Seeleute, die dieses Recht ausüben, Anspruch auf ihre vertraglich vorgesehenen Zahlungen, Gefahrenzulagen und eine sofortige kostenlose Rückreise auf die Philippinen.

Die Regelung ist besonders wichtig, weil Seeleute wirtschaftlich stark von ihren Verträgen und der Aussicht auf weitere Einsätze abhängig sind. In der Praxis kann deshalb erheblicher Druck bestehen, auch gefährliche Routen zu akzeptieren.

Bemannungsagenturen müssen geplante Fahrten in Hochrisikogebiete vorab melden. Verstöße können zu verwaltungsrechtlichen oder disziplinarischen Maßnahmen führen.

Noch nicht öffentlich bekannt ist, auf welchen Schiffen die Todesfälle und Verletzungen eintraten und ob bei allen neun Schiffen die vorgeschriebenen Schutz- und Meldeverfahren eingehalten wurden.

Ebenfalls zu prüfen ist, ob die Besatzungen vor der Fahrt ausreichend über die Gefahren, ihre Ablehnungsrechte und die Höhe möglicher Gefahrenzulagen informiert wurden.

Das Department of Migrant Workers und die Overseas Workers Welfare Administration wollen den Betroffenen und ihren Familien finanzielle, medizinische und psychosoziale Unterstützung sowie Hilfen bei der Rückkehr und Wiedereingliederung anbieten.

Der Fall verdeutlicht erneut das besondere Risiko philippinischer Seeleute in internationalen Konfliktgebieten. Die Philippinen gehören zu den wichtigsten Herkunftsländern von Besatzungen in der weltweiten Handelsschifffahrt.

Entscheidungen über gefährliche Routen werden jedoch überwiegend von Reedereien, Charterern und Schiffsbetreibern getroffen. Die einzelnen Seeleute tragen dennoch einen großen Teil des unmittelbaren Risikos. – Quelle: Department of Migrant Workers, Overseas Workers Welfare Administration und Philippine Information Agency, 22. Juli 2026; frühere klajoo-Berichte vom 28. Februar 2022 und 9. Dezember 2023 / RM

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