Startseite » Zoll beschlagnahmt falsch deklarierte Tiefkühlprodukte aus China
Manila

Zoll beschlagnahmt falsch deklarierte Tiefkühlprodukte aus China

MANILA – Das Bureau of Customs hat am Hafen von Manila fünf Container mit falsch deklarierten gefrorenen Agrarprodukten und Lebensmitteln aus China beschlagnahmt. – klajoo.com – Der geschätzte Gesamtwert einschließlich Zöllen und Steuern liegt bei mehr als 23 Millionen Peso.

Bei der Kontrolle fanden die Behörden unter anderem geschälte und hautlose Hähnchenbrust, gefrorene Tauben, Pekingenten, gefrorenes Entenfleisch und weitere Tiefkühlprodukte.

Die tatsächlich gefundenen Waren entsprachen nach Angaben des Zolls nicht vollständig den eingereichten Einfuhrunterlagen.

Eine Falschdeklaration kann dazu dienen, niedrigere Zölle zu zahlen, Einfuhrbeschränkungen zu umgehen oder notwendige Genehmigungen und Gesundheitskontrollen zu vermeiden.

Bei Fleisch und anderen tierischen Produkten sind solche Kontrollen besonders wichtig. Einfuhren benötigen je nach Ware Genehmigungen des Department of Agriculture, des Bureau of Animal Industry und weiterer Behörden.

Damit sollen unter anderem Tierseuchen, verdorbene Ware und nicht zugelassene Lebensmittel vom Markt ferngehalten werden.

Unkontrollierte Geflügelimporte können beispielsweise Risiken im Zusammenhang mit Vogelgrippe oder anderen Tierkrankheiten verursachen.

Ob die aktuell beschlagnahmten Produkte tatsächlich Krankheitserreger enthielten, wurde zunächst nicht festgestellt. Die Falschdeklaration allein bedeutet noch nicht, dass die Ware gesundheitsschädlich war.

Ähnliche Fälle gab es bereits wiederholt.

Im Oktober 2025 beschlagnahmte der Zoll am Manila International Container Port zwei 40-Fuß-Container mit falsch deklarierten gefrorenen Hähnchenbrüsten aus China.

Damals beschrieb der Zoll eine Methode, bei der Waren in Unterlagen als verarbeitete Lebensmittel angegeben wurden, während sich in den Containern überwiegend regulierte Agrarprodukte befanden.

Diese Vorgehensweise wird teilweise als „Layering“ bezeichnet. Legale oder weniger streng regulierte Waren werden dabei genutzt, um den eigentlichen Inhalt einer Lieferung zu verschleiern.

Ende 2022 und Anfang 2023 stellten die Behörden Container mit Zwiebeln, gefrorenem Tintenfisch und weiteren falsch deklarierten Agrarwaren sicher. Der Gesamtwert lag damals deutlich höher.

Auch Zucker, Reis, Fleisch, Fisch und Gemüse tauchten in früheren Schmuggel- und Falschdeklarationsfällen auf.

Solche Importe schaden nicht nur den Staatseinnahmen. Sie können lokale Erzeuger unter Druck setzen, wenn nicht ordnungsgemäß verzollte Ware billiger verkauft wird.

Für gesetzestreue Importeure entsteht ebenfalls ein Wettbewerbsnachteil, weil sie Zölle, Kontrollen, Kühlung und Genehmigungen bezahlen müssen.

Bei Tiefkühlware kommt ein weiteres Problem hinzu: Die Kühlkette muss während Transport, Lagerung und Kontrolle eingehalten werden.

Wird ein Container über längere Zeit geöffnet, unzureichend gekühlt oder beschlagnahmt, kann die Ware trotz ursprünglich guter Qualität unbrauchbar werden.

Die Behörden müssen deshalb entscheiden, ob die Produkte nach Untersuchung vernichtet, zurückgeschickt oder in seltenen Fällen anderweitig verwertet werden können.

Gegen den Importeur und beteiligte Zollagenten können Verfahren wegen Falschdeklaration, Schmuggels oder Verstößen gegen Agrar- und Lebensmittelvorschriften eingeleitet werden. – Quelle: Bureau of Customs; Department of Agriculture; Philippine News Agency / RM

Add Comment

Click here to post a comment