MANILA – Das philippinische Bureau of Customs warnt erneut vor Betrügern, die behaupten, ein Paket, Geschenk oder hoher Geldbetrag werde vom Zoll zurückgehalten. – klajoo.com – Die Opfer sollen angebliche Steuern, Zollgebühren, Versicherungen oder Freigabekosten überweisen.
Besonders häufig beginnt die Masche über soziale Netzwerke, Dating-Plattformen oder Messenger. Eine angeblich im Ausland lebende Person baut zunächst Vertrauen oder eine romantische Beziehung auf. Später kündigt sie ein wertvolles Geschenk, Bargeld, Schmuck oder andere Waren an.
Kurz darauf meldet sich ein vermeintlicher Mitarbeiter eines Kurierdienstes, Flughafens oder des Bureau of Customs. Er erklärt, die Sendung sei wegen fehlender Unterlagen, hoher Geldbeträge oder verbotener Inhalte beschlagnahmt worden.
Die Opfer werden anschließend aufgefordert, Geld auf ein privates Bankkonto, über eine E-Wallet oder einen Geldtransferdienst zu zahlen. Häufig folgt nach der ersten Zahlung eine weitere Forderung – beispielsweise für eine angebliche Anti-Geldwäsche-Prüfung, Versicherung, Strafe oder gerichtliche Freigabe.
Das Bureau of Customs betont, dass es keine Zahlungen über persönliche Konten oder private Messenger verlangt. Offizielle Zollabgaben werden über festgelegte staatliche und autorisierte Zahlungssysteme abgewickelt.
Die aktuelle Warnung betrifft keine neue Betrugsform. Ähnliche Paket- und Love-Scams werden auf den Philippinen seit vielen Jahren gemeldet. Bereits in den 2010er-Jahren warnten Polizei, Zoll und Banken vor angeblichen ausländischen Partnern, die wertvolle Pakete oder große Bargeldsummen versprachen.
Ein häufiges Muster ist der sogenannte Romance Scam. Die Täter geben sich als Soldaten, Geschäftsleute, Ingenieure, Ärzte oder im Ausland arbeitende Filipinos aus. Sie verwenden gestohlene Fotos und erfundene Lebensgeschichten.
Nach Wochen oder Monaten folgt eine angebliche Notlage. Mal soll ein Paket beim Zoll festhängen, mal wird Geld für eine Reise, Behandlung, geschäftliche Transaktion oder Freilassung benötigt.
In anderen Varianten erhalten Opfer Nachrichten über nicht bestellte Pakete oder Gewinne. Die Betrüger verwenden Logos bekannter Paketdienste, gefälschte Zollschreiben und manipulierte Sendungsverfolgungen.
Auch angebliche Diplomatenpakete und Bargeldsendungen tauchen regelmäßig auf. Dabei wird behauptet, das Geld könne aus Sicherheits- oder steuerlichen Gründen nicht über Banken überwiesen werden und müsse deshalb als Paket verschickt werden.
Ein wichtiges Warnzeichen ist die Forderung, Zollgebühren an eine Privatperson oder über GCash und andere E-Wallets zu zahlen. Verdächtig sind außerdem Zeitdruck, Drohungen mit Festnahme sowie die Aufforderung, die Zahlung geheim zu halten.
Empfänger echter internationaler Sendungen können Trackingnummern direkt beim angegebenen Paketdienst prüfen. Bei Zweifeln sollte das Bureau of Customs ausschließlich über seine offiziellen Kontaktmöglichkeiten angesprochen werden.
Opfer sollten keine weiteren Zahlungen leisten, Screenshots und Kontodaten sichern und den Vorgang bei Polizei, Cybercrime-Stellen, Bank oder E-Wallet-Anbieter melden. – Quelle: Bureau of Customs / RM







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