MANILA – Weitere 81 philippinische Seeleute haben das gefährdete Seegebiet rund um die Straße von Hormus sicher verlassen. – klajoo.com – Nach Angaben der philippinischen Regierung befanden sie sich auf vier unter philippinischer Flagge fahrenden Schiffen, die die Meerenge passieren und das Konfliktgebiet verlassen konnten.
Die sichere Ausfahrt ist ein weiterer Fortschritt bei den Bemühungen, philippinische Besatzungen aus einer Region zu bringen, in der Handelsschiffe wegen militärischer Spannungen, Drohnenangriffen, Sicherheitswarnungen und möglichen Einschränkungen der Schifffahrt einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind.
Die Straße von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und dem Indischen Ozean. Durch die schmale Wasserstraße wird ein erheblicher Teil des weltweit gehandelten Erdöls und Flüssiggases transportiert. Eine Sperrung oder länger anhaltende Unsicherheit wirkt sich deshalb nicht nur auf die Schifffahrt, sondern auch auf internationale Energiepreise aus.
In den vergangenen Tagen und Wochen waren rund 3.000 philippinische Seeleute auf etwa 400 Schiffen in oder nahe der Hormus-Region gemeldet worden. Dabei bedeutete “gestrandet” nicht in jedem Fall, dass die Schiffe technisch manövrierunfähig waren. Viele warteten auf Sicherheitsfreigaben, Anweisungen ihrer Reedereien, geeignete Begleitschutzmaßnahmen oder eine Beruhigung der Lage.
Zuvor hatten bereits einzelne Schiffe mit philippinischen Besatzungsmitgliedern die Meerenge sicher passieren können. Zudem waren verletzte Seeleute auf die Philippinen zurückgebracht worden. Zwei Filipinos, die bei einem Drohnenangriff auf den unter kamerunischer Flagge fahrenden Öltanker M/V Blue verletzt worden waren, erhielten nach ihrer Rückkehr medizinische und weitere Unterstützung.
Die philippinischen Behörden stehen nach eigenen Angaben mit Reedereien, Manning Agencies und ausländischen Partnern in Kontakt. Dabei geht es nicht nur um eine mögliche Evakuierung. Auch die Versorgung der Besatzungen, Ablösungen, Visa, Hafenfreigaben und Heimflüge müssen organisiert werden.
Eine vollständige Rückholung aller betroffenen Seeleute wäre logistisch schwierig. Die Filipinos verteilen sich auf Hunderte Schiffe unterschiedlicher Flaggenstaaten und Reedereien. Manche Schiffe können ihre Fahrt fortsetzen, andere müssen länger in Häfen oder Ankergebieten warten.
Die nun gemeldeten 81 Seeleute zeigen, dass sichere Durchfahrten weiterhin möglich sind. Die Lage bleibt jedoch von der militärischen Entwicklung und den Entscheidungen der jeweiligen Reedereien abhängig. – Quelle: Department of Foreign Affairs; Department of Migrant Workers; Philippine News Agency / RM







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