MANILA – Im Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte hat die Anklageseite am zweiten Verhandlungstag ein Video als Beweisstück vorgelegt. – klajoo.com – Darin soll Duterte Aussagen gemacht haben, die von der Anklage als Drohungen gegen Präsident Ferdinand Marcos Jr., First Lady Liza Araneta-Marcos und den früheren Sprecher des Repräsentantenhauses Martin Romualdez gewertet werden.
Nach Angaben von GMA News sagte NBI-Agent John Mark Calilung vor dem Impeachment Court aus, die gezeigten Videos seien aus offiziellen Quellen entnommen und manuell überprüft worden. Das National Bureau of Investigation habe eine Open-Source-Untersuchung zu öffentlich zugänglichen Videos durchgeführt.
Die Verteidigung erhob wiederholt Einwände gegen die Präsentation des Videos. Sie stellte unter anderem Fragen zur Zuständigkeit des Zeugen, zur Form der Unterlagen und zur Art der Befragung. Die Einwände wurden vom Impeachment Court jedoch mehrfach zurückgewiesen.
Die Anklageseite will nach eigenen Angaben das gesamte rund zweistündige Video als Beweis einbringen. Ob und in welchem Umfang das Video im Verfahren als Beweismittel zugelassen wird, muss das Amtsenthebungsgericht noch entscheiden.
Duterte selbst erschien am Dienstag zwar im Senat, nahm aber nicht an der Verhandlung teil. Sie traf sich nach Angaben ihres Sprechers mit ihrem Verteidigungsteam und erklärte kurz gegenüber Medien, sie werde aus dem Verfahren „bloodied but unbowed“ hervorgehen. Weitere Fragen beantwortete sie nicht.
Die Vizepräsidentin weist die Vorwürfe zurück. Ihre Verteidigung argumentiert, ihre damaligen Aussagen seien als Ausübung der Meinungsfreiheit zu bewerten. Die Anklageseite sieht in den Äußerungen dagegen einen zentralen Bestandteil der Impeachment-Vorwürfe. – Quelle: GMA, Reuters, AP / RM







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