MANILA – Der philippinische Senator Panfilo „Ping“ Lacson hat erklärt, er habe im Zusammenhang mit der Haushaltsberatung ein angebliches Angebot über fünf Millionen Peso aus der Berufsbildungsbehörde Technical Education and Skills Development Authority (TESDA) zurückgewiesen. – klajoo.com – Das entspricht rund 70.000 Euro. TESDA-Generaldirektor Jose Francisco „Kiko“ Benitez bestreitet jedoch, ein solches Angebot autorisiert zu haben. Die Behörde kündigte am Samstag, dem 24. Oktober 2026, eine interne Untersuchung an.
Lacson zufolge gelangte die Nachricht Anfang der Woche über Mitarbeitende seines Senatsbüros zu ihm. Er veröffentlichte einen Ausschnitt der betreffenden Kommunikation und erklärte, die Zuweisung ausdrücklich abgelehnt zu haben. Zugleich kündigte er an, das Thema bei den Beratungen über den TESDA-Haushalt für 2027 im November anzusprechen. Ob und von wem die konkrete Nachricht tatsächlich veranlasst wurde, ist bisher nicht unabhängig festgestellt.
Benitez erklärte, er habe niemanden angewiesen, Lacson eine entsprechende Summe anzubieten. Die Behörde nehme während der Haushaltsberatungen regelmäßig Kontakt zu Senatoren auf, um Fragen zu Programmen und Finanzierungsbedarf zu klären. Eine unzulässige Mittelzusage oder Sonderregelung für einen Gesetzgeber sei mit seinen Anweisungen nicht vereinbar. Verantwortliche für mögliche Falschdarstellungen oder unberechtigte Kontaktaufnahmen sollen nach der internen Untersuchung gegebenenfalls dienst- oder strafrechtlich belangt werden.
Das Wort „Angebot“ darf in diesem Fall nicht bereits als nachgewiesener Bestechungsversuch verstanden werden. Noch ist weder belegt, dass TESDA offiziell Haushaltsmittel für Lacson reserviert hatte, noch, dass im Gegenzug eine bestimmte parlamentarische Handlung verlangt wurde. Auch eine tatsächlich erfolgte Zahlung ist nicht berichtet. Die Aussagen des Senators und des Behördenleiters stehen sich in der Frage gegenüber, wer die Nachricht veranlasst hat.
Der Vorgang fällt in eine politisch sensible Phase: Der Senat überprüft den Haushaltsentwurf für 2027, während die Verwendung öffentlicher Mittel und sogenannte frei zuweisbare Budgetpositionen ohnehin unter besonderer Beobachtung stehen. Eine entscheidende Kontrollfrage lautet daher, ob für Projekte vorab nachvollziehbare Zwecke und Empfänger festgelegt werden oder ob einzelne Abgeordnete faktisch auf spätere Mittelverteilungen Einfluss nehmen können.
Für eine sachgerechte Aufklärung wären die vollständige Kommunikation, die tatsächliche Funktion der übermittelnden Person und mögliche interne TESDA-Anweisungen entscheidend. Bis dahin bleibt die behauptete Mittelzusage ein Untersuchungsgegenstand. Der angekündigte Senatstermin im November könnte erste weitergehende Antworten bringen. – RM
Quellen:
- Senator Ping Lacson – Lacson Declines ?5M ‘Allocation Fund’ Offer Made Through Senate Staff, 24.10.2026
- GMA News – Lacson says TESDA offered him P5-M ‘allocation fund,’ but agency denies claim, 24.10.2026
- Daily Tribune – TESDA chief denies allocating P5-M fund to Lacson, 24.10.2026







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