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Manila

Schweinefleisch: Höhere Einfuhrhürden geplant – deutsche Unternehmen suchen zugleich Geschäftspartner

MANILA – Das philippinische Landwirtschaftsministerium will die heimischen Schweinehalter gegen den Preisdruck durch importiertes Fleisch schützen. – klajoo.com – Diskutiert werden eine zeitweise Aussetzung bestimmter Importfreigaben und die Rückkehr zu einem Zollsatz von 40 Prozent für bestimmte Schweinefleischimporte. Eine bereits geltende allgemeine Importsperre ist daraus bislang nicht geworden. Die genaue rechtliche Umsetzung und die betroffenen Warenkategorien sind noch offen.

Landwirtschaftsminister Francisco Tiu Laurel Jr. hatte am 21. Oktober erklärt, dass eine mögliche 60-tägige Pause bei der Erteilung gesundheitlicher Einfuhrfreigaben für bestimmte Teilstücke frühestens im November greifen könnte. Im Rahmen einer Untersuchung soll festgestellt werden, ob gestiegene Einfuhren heimische Produzenten ernsthaft schädigen oder eine solche Schädigung droht. Die Regierung verweist darauf, dass die Erzeugerpreise unter Druck stehen, obwohl Verbraucher von niedrigeren Preisen nicht notwendigerweise im gleichen Umfang profitieren.

Dabei ist die zeitliche Einordnung wichtig: Schon Ende September hatte die Regierung einen gestaffelten Rückweg zu höheren Zollsätzen beschrieben, darunter für 2028 wieder 30 Prozent innerhalb und 40 Prozent außerhalb bestimmter Importkontingente. Die nun diskutierte beschleunigte Rückkehr zu 40 Prozent ist davon zu unterscheiden. Ankündigungen, Untersuchungen und bereits in Kraft gesetzte Regeln sind keine austauschbaren Schritte.

Die zweite Betrachtung betrifft den Interessengegensatz zwischen Erzeugern, Fleischverarbeitern und Verbrauchern. Ein höherer Importzoll kann die Wettbewerbssituation philippinischer Schweinehalter verbessern. Er kann importiertes Fleisch aber auch verteuern. Ob das die Ladenpreise verändert, hängt unter anderem von Lagerbeständen, Lieferketten, inländischer Produktion und der tatsächlichen Durchsetzung der Regeln ab. Der Minister verwies zuletzt auf einen nationalen Vorrat von etwa 170 Tagen, ohne damit eine Preisgarantie abgeben zu können.

Ausgerechnet in dieser Situation reist eine Delegation der deutschen Fleischwirtschaft auf die Philippinen. Die Deutsch-Philippinische Industrie- und Handelskammer hat für den 27. Oktober in Makati eine Branchenkonferenz mit fünf deutschen Unternehmen angekündigt. Die Geschäftsanbahnung umfasst nicht nur Fleischlieferungen, sondern auch Verarbeitungstechnik, Produktionslösungen und Vertriebskooperationen. Daher wäre es falsch, die gesamte Reise pauschal als Versuch zu charakterisieren, zusätzliche Schweinefleischimporte durchzusetzen.

Der weitere Nachrichtenwert liegt in konkreten Entscheidungen: Welche Importgenehmigungen werden tatsächlich ausgesetzt, welche Zolltarife treten wann in Kraft und wie reagieren Erzeuger- und Verbraucherpreise? Ebenso bleibt offen, ob aus den Gesprächen mit der deutschen Delegation verbindliche Kooperationen entstehen. Eine Veranstaltung allein ist noch kein abgeschlossener Geschäftsabschluss. – RM

Quellen:

  • Presidential Communications Office: DA eyes higher controls on pork imports to protect local hog raisers (28 September 2026)
  • GMA News: DA eyes 60-day quantitative restriction on pork imports (21 October 2026)
  • GMA News: DA seeks return of 40% tariff on imported pork, two-month import holiday (24 October 2026)
  • German-Philippine Chamber of Commerce and Industry: German-Philippine Meat Industry Conference and Business Mission (26–29 October 2026)

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