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Offshore-Windenergie: Vergabe für Hafen in Camarines Norte gemeldet – Ortsname bleibt klärungsbedürftig

MANILA – Die philippinische Regierung treibt den Ausbau von Hafenanlagen voran, die künftig schwere Komponenten für Offshore-Windparks umschlagen und montieren sollen. – klajoo.com – Nach Angaben des Department of Energy (DOE) wurde für einen vorgesehenen Hafenstandort in Camarines Norte bereits ein Vergabeverfahren abgeschlossen. Ein Unternehmen mit chinesischem Namen soll ausgewählt worden sein. Vertragsumfang, genauer Firmenname und endgültiger Baustart wurden in der vorliegenden Meldung nicht konkret belegt.

Die Standortübersicht zeigt die beteiligten Hafenräume Currimao (Ilocos Norte), Mercedes (Camarines Norte) und Batangas City. Die nummerierten Punkte markieren die jeweiligen Gemeinden beziehungsweise Städte, nicht einzelne Kaianlagen. Für den Hafen in Camarines Norte verwenden amtliche Unterlagen und Medien unterschiedliche Namen.

Bei der Ortsbezeichnung gibt es einen wichtigen Widerspruch. In aktuellen Medienberichten und früheren PPA-Übersichten wird der Standort als „Pambujan“ in Camarines Norte bezeichnet. Eine amtliche Ausschreibungsunterlage der Philippine Ports Authority (PPA) vom Dezember 2025 spricht dagegen von „Pambuhan, Mercedes, Camarines Norte“.

Zu den weiteren vorgesehenen Hafenstandorten gehören Santa Clara in Batangas und Currimao in Ilocos Norte. Für Santa Clara ist nach DOE-Angaben die Machbarkeitsstudie abgeschlossen. Diese Projekte sollen künftig Windenergieanlagen auf See unterstützen; sie sind jedoch noch keine fertig errichteten Produktions- oder Umschlaganlagen.

Offshore-Windparks benötigen besonders große Hafenflächen, hohe Tragfähigkeiten, leistungsfähige Kräne, geeignete Zufahrten und Raum für Turmsegmente, Rotorblätter und Fundamente. Die Vorbereitung solcher Infrastruktur ist deshalb eine eigenständige Investition, bevor auf See überhaupt Strom erzeugt wird. Das DOE will über Green Energy Auction 5 Projekte mit einer angestrebten Gesamtleistung von rund 3.300 Megawatt voranbringen.

Die Vergabe eines Hafenprojekts ist nicht gleichbedeutend mit einer gesicherten Windstromproduktion. Erst wenn die Finanzierung der Windparks, ihre Netzanbindung, Umweltprüfungen und die Hafenumbauten geklärt sind, kann eine realistische Inbetriebnahme bewertet werden. Interessant wird auch, welche Bauarbeiten tatsächlich an philippinische Unternehmen gehen und welche technischen Komponenten importiert werden. – RM

Quellen:

  • BusinessMirror – Chinese firm to develop ports, 22.10.2026
  • Philippine Ports Authority – Supplemental/Bid Bulletin No. 3: Construction of Offshore Wind (OSW) Pambuhan, Mercedes, Camarines Norte, 02.12.2025

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