LUZON – Die landwirtschaftlichen Schäden durch das Wetterphänomen El Niño haben auf den Philippinen nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums (DA) inzwischen 8,57 Milliarden Peso erreicht. – klajoo.com – Das entspricht auf Basis des Euro-Referenzkurses vom 21. Oktober rund 120 Millionen Euro. Die am Mittwoch veröffentlichte Bilanz betrifft 288.058 Landwirte und 291.154 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche. Besonders betroffen ist Mais mit Schäden von rund fünf Milliarden Peso; auf Reis entfallen weitere 2,95 Milliarden Peso.
Die Zahlen beschreiben bereits eingetretene Verluste durch Trockenheit und Wasserknappheit. Gleichzeitig bedroht Supertaifun Rosal weitere Bestände. Nach einer gesonderten DA-Erhebung könnten 626.017 Hektar noch stehender Feldfrüchte beeinträchtigt werden, davon 492.322 Hektar Reis und 133.695 Hektar Mais. Das ist eine Gefährdungsfläche, keine zusätzliche bestätigte Schadensfläche. Beide Größen dürfen deshalb weder addiert noch als ein gemeinsamer Verlustbetrag dargestellt werden.
Der Gegensatz zwischen anhaltender Dürre in zahlreichen Provinzen und drohenden Starkregen- oder Sturmschäden in anderen Regionen ist kein meteorologischer Widerspruch. El Niño beeinflusst die Verteilung der Niederschläge über längere Zeiträume. Einzelne tropische Wirbelstürme können trotzdem sehr große Regenmengen und Windschäden verursachen. Für Landwirte bedeutet das zusätzliche Unsicherheit: Eine beschädigte Ernte lässt sich nicht allein dadurch kompensieren, dass später Regen fällt.
Für die Lebensmittelversorgung ist entscheidend, wie weit die Kulturen entwickelt sind. Ein Teil der gefährdeten Reisfelder steht bereits in der empfindlichen Fortpflanzungsphase. Sturm und Überflutung könnten dort größere Ernteausfälle verursachen. Bei jungen Pflanzen wären Nachsaaten eher denkbar, sofern Wasser, Saatgut und Geld vorhanden sind.
Die Regierung hat Hilfen für Bauern und Fischer sowie zusätzliche Maßnahmen bei Bewässerung und Vorratshaltung angekündigt. Der tatsächliche Schaden durch Rosal kann erst nach dem Sturm ermittelt werden. Entscheidend sind dann nach Kulturen getrennte Erntebilanzen, verfügbare Lagerbestände und die Geschwindigkeit der Unterstützung. – RM
Quellen:
- GMA News – Agri damage due to El Niño tops P8.57 billion, says DA, 21.10.2026
- GMA News – Super Typhoon Rosal threatens over 600K hectares of crops in Northern Luzon, 21.10.2026
- klajoo – El Niño: Bis Ende März könnten alle Provinzen von Dürre oder sehr trockenen Bedingungen betroffen sein, 06.10.2026
- Europäische Zentralbank – Euro-Referenzkurs PHP, 21.10.2026







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