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PSA: Frauen erreichen 2026 voraussichtlich 74,6 Jahre – regionale Unterschiede bleiben groß

MANILA – Frauen auf den Philippinen haben nach den neuen Projektionen der Philippine Statistics Authority (PSA) auch 2026 eine deutlich höhere Lebenserwartung als Männer. – klajoo.com – Für neugeborene Mädchen werden im landesweiten Durchschnitt 74,60 Jahre erwartet, für Jungen 68,05 Jahre. Der Abstand beträgt damit rund sechseinhalb Jahre.

Wichtig ist dabei die Formulierung: Es handelt sich nicht um eine bereits gemessene Lebenserwartung des Jahres 2026, sondern um Werte aus den bevölkerungsstatistischen Projektionen auf Basis des Zensus 2020 und angenommener Sterblichkeitsentwicklungen. Die PSA berechnet solche Werte für die einzelnen Kalenderjahre bis 2035. Nach dem deutlichen Einschnitt während der Corona-Pandemie wird für beide Geschlechter wieder ein schrittweiser Anstieg erwartet. Bis 2035 sollen Männer landesweit durchschnittlich 70,42 Jahre und Frauen 77,06 Jahre erreichen.

Deutlich größer als die Veränderung über die Zeit sind teilweise die Unterschiede zwischen den Regionen. Bei Männern soll die National Capital Region, also Metro Manila, 2035 mit 75,31 Jahren den höchsten Wert erreichen. Am unteren Ende liegt SOCCSKSARGEN mit 66,68 Jahren. Das ergibt einen Abstand von rund 8,6 Jahren. Bei Frauen werden für Metro Manila 82,04 Jahre und für SOCCSKSARGEN 73,00 Jahre projiziert – ebenfalls rund neun Jahre Unterschied.

SOCCSKSARGEN ist die offizielle Bezeichnung der Region XII im Süden Mindanaos. Der Name setzt sich historisch aus South Cotabato, Cotabato, Sultan Kudarat, Sarangani und General Santos zusammen. Nach der aktuellen Verwaltungsstruktur gehören die Provinzen Cotabato, South Cotabato, Sultan Kudarat und Sarangani zur Region; General Santos ist eine hochurbanisierte Stadt innerhalb der Region.

Auch die Bangsamoro Autonomous Region in Muslim Mindanao (BARMM) und MIMAROPA liegen in den PSA-Projektionen deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Bei Männern werden für 2035 66,81 Jahre in BARMM und 67,56 Jahre in MIMAROPA erwartet. Bei Frauen sind es 73,13 beziehungsweise 73,95 Jahre. Auf der anderen Seite liegen neben Metro Manila auch die Cordillera Administrative Region und Cagayan Valley relativ hoch.

Solche Unterschiede lassen sich nicht mit einer einzelnen Ursache erklären. Lebenserwartung wird unter anderem von Einkommen, Ernährung, Bildung, medizinischer Versorgung, Entfernung zu Krankenhäusern, Prävention, Arbeitsbedingungen, Verkehrs- und Gewaltopfern sowie der Qualität von Gesundheits- und Geburtsversorgung beeinflusst. Die PSA-Veröffentlichung liefert dafür keine einfache Kausalerklärung, macht aber sichtbar, dass der Wohnort auf den Philippinen weiterhin mit sehr unterschiedlichen gesundheitlichen Ausgangsbedingungen verbunden ist.

Die Projektionen sind deshalb vor allem als langfristiger Indikator zu lesen. Sie zeigen einen erwarteten allgemeinen Fortschritt, gleichzeitig aber auch, dass regionale Unterschiede nicht automatisch verschwinden. Selbst bei steigender durchschnittlicher Lebenserwartung bleibt die Frage, warum ein neugeborener Junge in einer Region statistisch fast neun Lebensjahre weniger erwarten soll als in einer anderen. – RM

Quellen:

  • Philippine Statistics Authority – Filipino Women Continue to Have Longer Life Expectancy than Men in 2026 (2020 Census-Based Population Projection) – 10.09.2026
  • Philippine Statistics Authority – Philippine Standard Geographic Code – Region XII (SOCCSKSARGEN) – Abruf 14.09.2026

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