MANILA – Streitkräfte der Philippinen, der USA und Kanadas haben am 12. und 13. September eine weitere gemeinsame maritime Aktivität innerhalb der philippinischen ausschließlichen Wirtschaftszone durchgeführt. Nach Angaben der Armed Forces of the Philippines handelte es sich um die 20. Multilateral Maritime Cooperative Activity (MMCA). Der Schwerpunkt lag diesmal in der Sulusee.
Die Übung umfasste unter anderem Kommunikationsverfahren, taktische Schiffsmanöver und Maßnahmen zur maritimen Lagebilderfassung. Auf philippinischer Seite nahm unter anderem die Fregatte BRP Diego Silang teil, Kanada entsandte die Fregatte HMCS Regina; die USA beteiligten sich unter anderem mit einem P-8A-Seefernaufklärer.
Nicht nur das Westphilippinische Meer
Bemerkenswert ist der Operationsraum. Viele der vergangenen gemeinsamen Aktivitäten fanden im Westphilippinischen Meer statt und wurden unmittelbar mit den Spannungen mit China verbunden. Die Sulusee liegt dagegen zwischen Palawan, Mindanao und den Inselgruppen im Südwesten der Philippinen.
Damit wird sichtbar, dass die wachsende militärische Zusammenarbeit mit Partnerstaaten nicht ausschließlich auf die umstrittenen Seegebiete westlich von Luzon und Palawan ausgerichtet ist. Maritime Überwachung, Kommunikation und gemeinsame Einsatzverfahren sind auch für die Kontrolle der südlichen Seewege und die regionale Sicherheitsarchitektur relevant.
Die beteiligten Staaten stellen die Aktivitäten als Zusammenarbeit zur Stärkung der Interoperabilität und einer regelbasierten maritimen Ordnung dar. Daraus folgt jedoch nicht automatisch eine dauerhafte Stationierung ausländischer Streitkräfte. Übungen, Rotationen, EDCA-Infrastruktur und tatsächliche Stationierung sollten deshalb auch künftig begrifflich sauber getrennt werden. – RM
Quellen:
- Manila Bulletin – AFP, US, Canada bolster maritime security in 20th MCA in Sulu Sea – 14.09.2026







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