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Australische Großinvestoren sondieren Philippinen – Verkehrsinfrastruktur rückt in den Mittelpunkt

MANILA – Eine Delegation großer australischer institutioneller Investoren hat auf den Philippinen nach neuen Anlagemöglichkeiten gesucht. – klajoo.com – Vertreter von AustralianSuper, IFM Investors, Macquarie Asset Management, Pentagreen Capital und Plenary Group hielten sich am 8. und 9. September im Land auf und trafen Regierungsvertreter, Unternehmen und Projektentwickler.

Die beteiligten Häuser verwalten zusammen knapp 1,4 Billionen australische Dollar, umgerechnet rund 870 Milliarden Euro beim Wechselkurs vom 14. September 2026. Diese Zahl darf jedoch nicht mit einer Investitionszusage verwechselt werden: Sie beschreibt lediglich das insgesamt von den Unternehmen verwaltete Vermögen. Konkrete Summen für philippinische Projekte wurden bislang nicht zugesagt.

Nach Angaben der australischen Botschaft stehen Energie, Infrastruktur und weitere strategische Sektoren im Mittelpunkt. Parallel dazu wurden die Gespräche im Verkehrsbereich konkreter. Das philippinische Verkehrsministerium stellte unter anderem die Metro Manila Subway, die North-South Commuter Railway, MRT-7, den Ausbau von MRT-3, die LRT-1-Verlängerung nach Cavite und ein landesweites automatisiertes Bezahlsystem für den öffentlichen Verkehr vor.

Hinzu kommen Regionalflughäfen und Häfen. Genannt wurden unter anderem Laguindingan, Bohol-Panglao, Iloilo, Puerto Princesa, Busuanga und Siargao. Auch bei Seehäfen und weiteren Verkehrsprojekten sucht die Regierung nach Kapital und technischer Erfahrung aus dem Ausland.

Für die Philippinen ist das interessant, weil viele Großprojekte zwar politisch gewollt sind, aber hohe langfristige Finanzierung, Projektmanagement und Betriebserfahrung benötigen. Institutionelle Anleger wie große Pensions- und Infrastrukturfonds können solche Projekte grundsätzlich über Jahrzehnte begleiten. Ob daraus tatsächlich Beteiligungen entstehen, hängt jedoch von Ausschreibungsbedingungen, Rendite, Risikoaufteilung, regulatorischer Stabilität und der konkreten Projektstruktur ab.

Australien versucht seinerseits seit einiger Zeit, seine wirtschaftliche Präsenz in Südostasien auszubauen. Zur Unterstützung von Investitionen wurde eine staatliche Finanzierungseinrichtung für die Region geschaffen. Der Besuch in Manila ist deshalb mehr als eine einzelne Unternehmensreise, aber noch deutlich weniger als ein abgeschlossenes Investitionsprogramm. Entscheidend wird sein, ob aus den Sondierungen konkrete Angebote und Verträge hervorgehen. – RM

Quellen:

  • Australian Embassy in the Philippines – Australia looking to invest more in the Philippines – 08.09.2026
  • Philippine News Agency – DOTr, Australia eye partnership on rail, airports, seaports upgrade – 09.09.2026
  • Philippine Information Agency – DOTr, Australian Government discuss big-ticket projects to modernize PH transport system – 11.09.2026

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