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Angriffe auf philippinische Seeleute: DMW untersucht Reedereien und Manning Agencies von fünf Schiffen

MANILA – Nach Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormuz und im nördlichen Schwarzen Meer untersucht das Department of Migrant Workers (DMW) die verantwortlichen Reedereien und philippinischen Manning Agencies. – klajoo.com – Geprüft wird, ob die vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen für philippinische Seeleute in Hochrisiko- und kriegsähnlichen Gebieten eingehalten wurden.

Betroffen sind fünf Schiffe. Auf dem Tanker MT SIDR in der Straße von Hormuz waren 16 philippinische Seeleute eingesetzt; zwei von ihnen kamen bei einem Angriff ums Leben. Im nördlichen Schwarzen Meer waren nach DMW-Angaben insgesamt 82 Filipinos auf vier weiteren Schiffen: 26 auf der MV Gingo, 23 auf der MV Nostos, 21 auf der MT Siren und zwölf auf der MV Chara. Die Besatzungen dieser vier Schiffe wurden als sicher gemeldet.

Die Untersuchung geht damit über die Frage hinaus, wer die Schiffe angegriffen hat. Das DMW will klären, ob Reeder und Vermittler die Gefahrenlage korrekt bewertet, sichere Routen gewählt und die vorgeschriebenen Informations- und Schutzpflichten erfüllt haben. Dazu gehört insbesondere, ob Seeleute über ihr Recht informiert wurden, eine Fahrt in ein ausgewiesenes Hochrisiko- oder kriegsähnliches Gebiet abzulehnen.

Geprüft werden außerdem Risikobewertungen vor der Abreise, die Verfügbarkeit zusätzlicher Sicherheitsmaßnahmen und die Frage, ob die Schiffe vermeidbare Gefahrenzonen durchquerten. Das DMW hat für den nördlichen Teil des Schwarzen Meeres bereits angeordnet, dass philippinische Seeleute nicht neu auf Schiffe geschickt werden dürfen, die dorthin fahren sollen.

Bei Verstößen können nach Angaben der Behörde Sanktionen gegen die beteiligten Manning Agencies folgen, darunter Geldbußen oder die Aussetzung ihrer Lizenz. Das DMW will die Untersuchung nach Medienangaben innerhalb von etwa zwei Wochen abschließen. Erst danach lässt sich beurteilen, ob einzelne Unternehmen tatsächlich gegen Vorschriften verstoßen haben.

Zusätzlich erwägt das Ministerium weitergehende Beschränkungen für philippinische Seeleute auf Schiffen, die die Straße von Hormuz passieren. Eine solche Entscheidung soll von Sicherheitsbewertungen des Außen- und Verteidigungsministeriums abhängen. Das wäre für die internationale Schifffahrt erheblich, weil Filipinos einen bedeutenden Anteil der weltweiten Seeleute stellen und die Hormus-Route für Energie- und Frachtschifffahrt zentral ist.

Für die betroffenen Seeleute ist die Untersuchung deshalb mehr als eine nachträgliche Schuldfrage. Sie betrifft grundsätzlich, wie weit Arbeitgeber und Vermittler verpflichtet sind, wirtschaftlich wichtige Routen zu meiden, wenn das Risiko für die Besatzung stark steigt. Gleichzeitig darf die Einleitung der Untersuchung nicht mit einem festgestellten Fehlverhalten verwechselt werden. Ob Regeln verletzt wurden, ist erst Gegenstand der laufenden Prüfung. – RM

Quellen:

  • Philippine News Agency – DMW probes owners, manning agencies of ships attacked in war-like zones
  • BusinessMirror – DMW probes 5 ships attacked in Black Sea, Hormuz

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