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Inflation trifft arme Haushalte deutlich härter – Davao Region erreicht 12,1 Prozent

MINDANAO – Die allgemeine Inflation auf den Philippinen ist im August leicht auf 6,1 Prozent gesunken. – klajoo.com – Für die einkommensschwächsten 30 Prozent der Haushalte sieht die Lage jedoch deutlich schlechter aus: Ihre Inflationsrate blieb landesweit bei 8,2 Prozent. Außerhalb der Hauptstadtregion stieg sie sogar von 8,3 auf 8,4 Prozent. Den höchsten Regionalwert meldete die Philippine Statistics Authority für die Davao Region mit 12,1 Prozent.

Der Unterschied ist kein Widerspruch zwischen zwei Statistiken. Die allgemeine Verbraucherpreisinflation und der spezielle Preisindex für die unteren 30 Prozent verwenden unterschiedliche Gewichtungen. Haushalte mit geringem Einkommen geben einen größeren Anteil ihres Budgets für Grundbedürfnisse wie Lebensmittel, Wohnen, Strom und Transport aus. Steigen gerade diese Preise besonders stark, fällt ihre persönliche Belastung höher aus als der landesweite Durchschnitt.

Im August waren Lebensmittel und alkoholfreie Getränke für mehr als die Hälfte des gesamten Inflationsbeitrags dieser Einkommensgruppe verantwortlich. Innerhalb der Lebensmittel stieg der Reispreisindex gegenüber dem Vorjahr um 22,5 Prozent. Bei Transport betrug die Teuerung 15,3 Prozent, bei Wohnen, Wasser, Strom, Gas und anderen Brennstoffen 10,3 Prozent. Diese Bereiche lassen sich von einkommensschwachen Haushalten nur begrenzt vermeiden oder durch andere Ausgaben ersetzen.

Das erklärt auch, warum eine scheinbar kleine Veränderung der allgemeinen Inflationsrate die Lebenslage vieler Familien kaum verbessert. Wenn die Gesamtinflation von 6,2 auf 6,1 Prozent sinkt, bedeutet das lediglich, dass die Preise etwas langsamer steigen als zuvor. Sie fallen nicht auf das frühere Niveau zurück. Für Haushalte, deren Einkommen mit dieser Entwicklung nicht Schritt hält, nimmt die reale Kaufkraft weiter ab.

Besonders auffällig ist die regionale Spreizung. Während die Davao Region für die unteren 30 Prozent auf 12,1 Prozent kam, lag die Ilocos Region bei 4,7 Prozent. Damit unterscheiden sich die Belastungen regional um mehr als sieben Prozentpunkte. Eine landesweite Durchschnittszahl kann solche Unterschiede verdecken.

Die Davao-Zahl darf allerdings nicht auf alle Haushalte der Region übertragen werden. Die 12,1 Prozent beziehen sich ausdrücklich auf die einkommensschwächsten 30 Prozent. Für diese Gruppe zeigt die Statistik jedoch, dass die aktuelle Teuerungswelle besonders hart ausfällt. Schon im Juli gehörte Davao mit 11,6 Prozent zu den Regionen mit der höchsten Inflation für diese Haushalte; im August hat sich die Lage weiter verschärft.

Für die Bewertung staatlicher Hilfsprogramme ist deshalb nicht nur die allgemeine Inflationsrate relevant. Wenn Subventionen, Lohnanpassungen oder Sozialleistungen an Durchschnittswerten ausgerichtet werden, können sie die tatsächliche Belastung armer Haushalte unterschätzen. Gerade steigende Reis-, Energie- und Transportpreise treffen diejenigen am stärksten, die einen großen Teil ihres Einkommens bereits für unverzichtbare Ausgaben benötigen. – RM

Quellen:

  • Philippine Statistics Authority: Summary Inflation Report for the Bottom 30% Income Households – August 2026
  • Philippine Information Agency: Inflation eases further to 6.1 percent in August

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