LUZON – In der Cordillera wird die Einrichtung einer regionalen Kommission vorgeschlagen, die den Erhalt der Reisterrassen nicht mehr nur auf Ifugao beschränkt, sondern für die gesamte Region koordinieren soll. – klajoo.com – Der Cordillera Regional Development Council prüft dafür eine Resolution an Präsident Ferdinand Marcos Jr. zur Schaffung einer Cordillera Rice Terraces Commission.
Die neue Kommission würde an frühere Strukturen anknüpfen. Eine Ifugao Rice Terraces Commission bestand bereits seit 1994, wurde jedoch 1999 abgeschafft. Später übernahm eine Taskforce Aufgaben, die 2002 ebenfalls aufgelöst wurde. Seitdem liegt ein großer Teil der Verantwortung bei der Provinz Ifugao.
Der neue Ansatz soll auch Terrassen außerhalb Ifugaos einbeziehen, etwa in Mountain Province. Die 1995 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommenen Reisterrassen von Batad, Bangaan, Mayoyao, Hungduan und Nagacadan wären damit Teil eines breiteren Schutzsystems.
Parallel dazu liegt ein Vorschlag des Stadtplaners Felino Palafox für einen umfassenden Masterplan für Banaue und weitere Terrassen-Gemeinden vor. Er verbindet bauliche Sanierung, Bewässerung, Umweltfragen, Wirtschaftsentwicklung und Tourismus.
Palafox schätzt, dass inzwischen 25 bis 35 Prozent der Reisterrassen aufgegeben oder irreversibel beschädigt seien. Diese Zahl ist eine Schätzung aus dem vorgelegten Konzept und keine neu veröffentlichte vollständige amtliche Bestandsaufnahme. Als Ursachen werden Abwanderung, extreme Wetterereignisse und zu geringe Einkommen der Bauern genannt.
Besonders deutlich wird das wirtschaftliche Problem an einer weiteren Schätzung: Das typische Jahreseinkommen eines Terrassenbauern liege bei etwa 50.000 Peso, also grob 700 Euro. Wenn Landwirtschaft allein keine tragfähige Existenz ermöglicht, fehlt langfristig auch die Arbeitskraft für den Erhalt der Terrassen, Mauern, Bewässerungssysteme und traditionellen Anbaumethoden.
Ehemalige Vertreter Ifugaos fordern deshalb, nicht nur Bauwerke zu restaurieren. Auch Wassereinzugsgebiete, traditionelle Kenntnisse, Bewässerung und zusätzliche Einkommen müssten gesichert werden. Dazu gehört die Frage, wie lokale Bauern stärker an Tourismuseinnahmen beteiligt werden können.
Genau darin liegt die zentrale Herausforderung: Die Terrassen sind kein Freilichtmuseum, sondern eine weiterhin bewirtschaftete Kulturlandschaft. Ihr Erhalt hängt deshalb nicht nur von Denkmalschutzbudgets ab, sondern davon, ob Menschen weiterhin einen wirtschaftlichen Grund haben, dort zu leben und die aufwendigen Systeme zu pflegen. – RM
Quellen:
- Philippine Daily Inquirer – Cordillera body pushed to oversee all rice terraces
- Bangko Sentral ng Pilipinas – Exchange Rates







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