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Luzon

DPWH stoppt umstrittene Aufschüttungsprojekte in Taguig – Anordnung gilt bereits seit 20. August

MANILA – Das Department of Public Works and Highways (DPWH) hat die Arbeiten an Projekten gestoppt, die mit den umstrittenen Aufschüttungen am Laguna de Bay in Taguig in Verbindung stehen. – klajoo.com – DPWH-Minister Vince Dizon bestätigte am Sonntag, dass bereits am 20. August eine Cease-and-Desist Order erlassen worden sei.

Damit ist aus der zuvor angekündigten Reaktion der Regierung eine formelle Anordnung geworden. Die Philippine Reclamation Authority (PRA), die dem Office of the President untersteht, hatte den Schritt veranlasst. Nach Dizons Angaben sollen Taguig City, die Metropolitan Manila Development Authority (MMDA), die PRA und weitere beteiligte Stellen die offenen Fragen nun gemeinsam klären.

Auslöser des Konflikts sind Arbeiten im Taguig-Abschnitt des Laguna de Bay, bei denen Behörden und Politiker fehlende Abstimmungen und Genehmigungen beanstanden. Die Laguna Lake Development Authority (LLDA) erklärte, die Stadt habe die Projekte nicht mit ihr koordiniert. Nach Angaben der LLDA wären vor Baubeginn unter anderem öffentliche Konsultationen und die notwendigen Bescheinigungen erforderlich gewesen.

Vor Ort ausgewiesene Projekte betreffen unter anderem Flutschutzanlagen, die Verbesserung des Seeuferbereichs und ein Mehrzweckgebäude. Die genannten Einzelaufträge reichen von knapp 50 Millionen bis rund 142 Millionen Peso. Dass einzelne Projekte als Flutschutz oder Uferverbesserung bezeichnet werden, beantwortet jedoch noch nicht die entscheidende Frage, ob die dafür vorgenommenen Aufschüttungen rechtlich zulässig und fachlich genehmigt waren.

Senator Panfilo Lacson hatte eine Untersuchung der Vorgänge gefordert. Bereits aus dem Oktober 2025 soll eine Beanstandung des Department of Environment and Natural Resources vorliegen. Die jetzige Baustopp-Anordnung ist deshalb vor allem ein Verfahrensschritt: Sie beendet zunächst die laufenden Arbeiten, ersetzt aber weder die Prüfung der Genehmigungen noch eine technische oder strafrechtliche Untersuchung.

Für die weitere Bewertung muss außerdem zwischen möglichen Verstößen gegen Genehmigungs- und Abstimmungsverfahren, technischen Mängeln und Korruptionsvorwürfen unterschieden werden. Ein Baustopp belegt für sich genommen weder eine unzulässige Bereicherung noch einen Baumangel. Entscheidend wird sein, welche Genehmigungen tatsächlich fehlten, wer die Arbeiten freigegeben hat und wie die betroffenen Flächen künftig genutzt werden sollen. – RM

Quellen:

  • GMA News – DPWH halts projects tied to alleged illegal reclamation in Taguig

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