MANILA – Das Department of Migrant Workers (DMW) hat seit Einführung seiner freiwilligen höheren Lohnvorgabe 17.375 Stellenangebote für philippinische Haushaltshilfen bearbeitet, die die neue Zielmarke erfüllen. – klajoo.com – Umgerechnet entspricht diese Lohnuntergrenze derzeit rund 430 Euro im Monat.
Die bisherige verbindliche Untergrenze entspricht nur noch rund 340 Euro monatlich. Das DMW begründet die Initiative damit, dass der reale Wert des alten Mindestlohns nach rund zwei Jahrzehnten deutlich gesunken ist.
Die höhere Vorgabe ist noch nicht überall verbindlich
Wichtig ist die Unterscheidung: Die höhere Lohnmarke wurde nicht einfach weltweit als neuer zwingender Mindestlohn durchgesetzt. Das DMW setzt bislang auf freiwillige Übernahme und bietet Arbeitgebern sowie Vermittlungsagenturen Vorteile bei Akkreditierung, Registrierung und Vermittlung, wenn sie die höhere Vergütung akzeptieren.
Vor allem einige Zielländer im Nahen Osten haben Vorbehalte geäußert oder die höhere Vorgabe nicht übernommen. Bestehende Arbeitsverträge sollen durch die freiwillige Regelung nicht automatisch verändert werden.
Video-Gespräche sollen zusätzlichen Schutz schaffen
Für das vierte Quartal 2026 plant das DMW außerdem die vollständige Einführung verpflichtender Video-Interviews zwischen Haushaltshilfen und ihren künftigen Arbeitgebern. Damit sollen Arbeitsbedingungen, Erwartungen und mögliche Risiken vor der Ausreise klarer besprochen werden.
Zusätzlich will die Behörde Weiterbildung ausbauen, damit Haushaltshilfen beispielsweise in Pflege, Hotellerie oder Gastronomie wechseln und dort höhere Einkommen erzielen können. Ob das in größerem Umfang gelingt, hängt allerdings davon ab, ob entsprechende Stellen tatsächlich verfügbar sind und Qualifikationen im Zielland anerkannt werden. – RM
Quellen:
- BusinessMirror – 17,000 Filipino domestic workers now get higher monthly pay—DMW
- Europäische Zentralbank – Euro foreign exchange reference rates







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