MANILA/TOKIO – Das neue Logistikabkommen zwischen Japan und den Philippinen ist am 22. August 2026 in Kraft getreten. – klajoo.com – Das sogenannte Acquisition and Cross-Servicing Agreement (ACSA) schafft einen festen Rahmen dafür, dass die japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte und die philippinischen Streitkräfte einander bei gemeinsamen Aktivitäten mit Gütern und Dienstleistungen versorgen können.
Das Abkommen wurde am 15. Januar in Manila unterzeichnet. Nach dem Austausch der diplomatischen Noten am 23. Juli trat es nun wie vorgesehen in Kraft.
Das ACSA regelt unter anderem Verfahren für die gegenseitige Bereitstellung und Abrechnung von Versorgungsgütern und Dienstleistungen. Dadurch sollen gemeinsame Übungen, Einsätze zur Katastrophenhilfe und andere Formen militärischer Zusammenarbeit organisatorisch einfacher und schneller werden.
Ergänzung zum Truppenabkommen
Das Logistikabkommen ergänzt das bereits bestehende Reciprocal Access Agreement (RAA). Das RAA schafft vor allem den rechtlichen Rahmen dafür, dass sich Streitkräfte des jeweils anderen Landes für Übungen und andere vereinbarte Aktivitäten im Partnerstaat aufhalten können. Das ACSA regelt dagegen praktische Fragen der Versorgung.
Beide Abkommen sind Teil einer deutlich engeren Sicherheitskooperation zwischen Manila und Tokio. Für die Philippinen gewinnt Japan damit neben den USA weiter an Bedeutung als Verteidigungspartner. Die Vereinbarungen stehen zugleich im Zusammenhang mit den wachsenden Spannungen im West Philippine Sea und der stärkeren sicherheitspolitischen Vernetzung gleichgesinnter Staaten in der Region.
Das Inkrafttreten bedeutet noch keine neue Stationierung japanischer Truppen auf den Philippinen. Es schafft jedoch die Infrastruktur, mit der gemeinsame Aktivitäten künftig leichter durchgeführt und versorgt werden können. – RM
Quellen:
- Ministry of Foreign Affairs of Japan – Exchange of Diplomatic Notes for the Entry into Force of the Japan-Philippines Acquisition and Cross-Servicing Agreement







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