MANILA – Mindestens 15 Prozent der Leistungsausgaben von PhilHealth entfallen nach Angaben der neuen Präsidentin und CEO Beverly Lorraine Ho auf Dialysebehandlungen. – klajoo.com – Ho will deshalb die medizinische Grundversorgung und Prävention stärken, um schwere chronische Erkrankungen möglichst früher zu erkennen und langfristig einen Teil der sehr teuren Folgebehandlungen zu vermeiden.
Die Zahl zeigt zunächst die finanzielle Bedeutung von Nierenerkrankungen für die staatliche Krankenversicherung. Sie darf aber nicht so gelesen werden, als sei Dialyse eine vermeidbare oder verzichtbare Ausgabe. Für Patienten mit schwerem Nierenversagen ist sie eine lebensnotwendige Behandlung.
PhilHealth hat die Dialyseleistung selbst deutlich ausgeweitet
Zur hohen Ausgabensumme trägt auch die ausgebaute Versicherungsleistung bei. PhilHealth deckt für Patienten mit chronischer Nierenerkrankung im Stadium 5 bis zu 156 Hämodialyse-Sitzungen pro Kalenderjahr ab. Seit Oktober 2024 beträgt der Leistungssatz 6.350 Peso je Sitzung. Damit kann die maximale jährliche Deckung für diese Behandlung 990.600 Peso pro Patient erreichen.
Ein hoher Anteil an den Gesamtausgaben kann deshalb mehrere Ursachen gleichzeitig haben: viele Patienten mit fortgeschrittener Nierenerkrankung, die regelmäßige Behandlung über das ganze Jahr und eine bewusst ausgeweitete Kostenübernahme durch PhilHealth. Die 15-Prozent-Angabe allein sagt nicht, welcher dieser Faktoren wie stark wirkt.
Prävention wirkt Jahre vor der Dialyse
Hos Ansatz zielt auf Erkrankungen und Risikofaktoren, die Nierenschäden begünstigen können. Dazu gehören insbesondere schlecht eingestellter Bluthochdruck und Diabetes. Frühere Diagnose, regelmäßige Behandlung und eine bessere Primärversorgung können bei einem Teil der Patienten das Fortschreiten einer Nierenerkrankung verlangsamen oder verhindern.
Der Effekt wäre allerdings langfristig. Menschen, die heute bereits dialysepflichtig sind, benötigen weiterhin eine verlässliche Finanzierung ihrer Behandlung. Prävention und Dialyseversorgung sind daher keine konkurrierenden Alternativen, sondern zwei unterschiedliche Ebenen derselben Gesundheitspolitik.
Konkreter Reformplan steht noch aus
Ho verwies außerdem auf eine engere Abstimmung mit dem Department of Health und die Ausweitung des Yakap-Programms für Primärversorgung. Einen konkreten Zeitplan oder messbare Ziele für eine Senkung der Dialysebelastung nannte sie bislang nicht. Für eine spätere Bewertung wird deshalb wichtig sein, ob PhilHealth Daten zu Früherkennung, Behandlung von Bluthochdruck und Diabetes sowie zur Entwicklung neuer Dialysefälle veröffentlicht. – RM
Quellen:
- Philippine Canadian Inquirer – New PhilHealth chief pushes stronger primary care to sustain benefits
- PhilHealth – Circular No. 2024-0023: Institutionalization of 156 Hemodialysis Sessions and Coverage Expansion
- PhilHealth – PhilHealth increases dialysis coverage to P1 million per year







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